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Universität Hannover präsentiert Forschung auf der Hannover Messe

07.04.2005 - (idw) Universität Hannover

Verschiedene Bereiche der Universität Hannover präsentieren sich mit aktuellen Forschungsprojekten auf der Hannover Messe Verschiedene Bereiche der Universität Hannover präsentieren sich mit aktuellen Forschungsprojekten auf der Hannover Messe von Montag, 11. April bis Freitag, 15. April 2005. Auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zeigt das Albert-Einstein-Institut Messinstrumente für Gravitationswellen. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, sowie das Institut für Fabrikanlagen und Logistik zeigen auf dem Gemeinschaftsstand "Innovationsland Niedersachsen" Fortschritte bei der Fertigung von Werkstücken und in der Automatisierungstechnik. Gemeinsam mit hannoverimpuls präsentieren vier Forschungspartner des PZH (Produktionstechnisches Zentrum Hannover) neueste Technologien, Verfahren und Geräte. Das Laser Zentrum Hannover e.V. zeigt einen Femtosekundenlaser und eine Kunstausstellung als Miniaturgalerie. Mehr zu den verschiedenen Projekten ist im Folgenden zusammengefasst.

Albert-Einstein-Institut
Vertreter des Instituts für Gravitationsphysik der Universität Hannover und der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten gemeinsam an Experimenten aus den Bereichen Laseroptik, Optik und Quantenoptik, sowie im Bereich Materialien, Mechanik und Kontrolle. Auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, C24 in Halle 2, präsentieren sie Animationen zu GEO600 und LISA. Mit GEO600 und LISA sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Albert-Einstein-Instituts auf der Suche nach Gravitationswellen, so genannten 'Dellen' im Raum, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Die Messung dieser 'Dellen' verspricht neue Erkenntnisse über den Aufbau des Universums. GEO600 ist ein erdgebundener Gravitationswellendetektor bei Ruthe, südlich von Hannover. LISA ist ein Gravitationswellendetektor für den Weltraum, das mit Abstand größte und sicherlich eines der empfindlichsten Messinstrumente, das die Menschheit jemals gebaut haben wird. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und die Universität Hannover sind federführend an der Konzeption und Entwicklung dieser technisch extrem anspruchsvollen Projekte beteiligt. Auf der Hannover Messe zeigen Wissenschaftler anhand eines Modells das Messprinzip und stehen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Kontakt: Dipl. Phys. Sascha Skorupka, Tel.: 0511/762-2783, E-Mail: sascha.skorupka@aei.mpg.de

Produktionstechnisches Zentrum (PZH)
Wissen hoch Sechs
Synergien beschleunigen Prozesse. Die produktionstechnischen Institute der Universität Hannover kooperieren daher unter dem Dach des PZH bei der Erarbeitung und industriellen Umsetzung innovativer Technologien und Verfahren. Beteiligt sind die Institute für Fabrikanlagen (IFA), Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM), Mikrotechnologie (imt), Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) sowie das Institut für Werkstoffkunde (IW). Vier der sechs Forschungspartner präsentieren sich auf der Hannover Messe in Halle 17 auf Stand A 06 zusammen mit hannoverimpuls. Der gemeinsame Auftritt dokumentiert die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Ziel der Stärkung der Wirtschaftsregion Hannover. Erreicht wird dieses über die Umsetzung der vielfältigen Forschungsergebnisse und die gezielte Förderung von Firmenausgründungen. Die ausstellenden Institute befassen sich mit folgenden Themenschwerpunkten: Das IFA zeigt neueste Ergebnisse aus den Bereichen Erforschung und Anwendung der Gesetzmäßigkeiten von Produktionsabläufen. Das IFUM beschäftigt sich mit der Entwicklung und Untersuchung umformtechnischer Produktionsverfahren. Das imt konzentriert sich auf die Bereiche Dünnfilmtechnik, mechanische Mikrobearbeitung und Mikromontage sowie Mikrotribologie und Technologiekonzepte. Das ITA präsentiert seinen Aufgabenschwerpunkt in der Betriebssicherheit von fördertechnischen Anlagen sowie der Anwendung von RFID (Radio Frequency Identification) in der Prozess- beziehungsweise Anlagenüberwachung.

Kontakt: Dipl.-Ing. Karl-Hans Wu, Tel.: 0511-762-2395, E-Mail: wu@imt.uni-hannover.de

Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW)
Aktiv gedämpftes Werkzeug
Bei der spanenden Fertigung von Werkstücken werden immer größere Anforderungen an Präzision und Oberflächengüte gestellt. Ein häufiges Problem sind prozessbedingt auftretende Schwingungen zwischen Werkzeug und Werkstück. Unter anderem verringern Schwingungen beim Zerspanen die Qualität sowie die Oberflächengüte des Werkstücks und beeinträchtigen die Lebensdauer von Werkzeug und Maschine. Dadurch wird die theoretisch erzielbare Produktivität des Drehprozesses deutlich eingeschränkt. Das entwickelte aktive Drehwerkzeug reduziert die Schwingungsanfälligkeit beim Drehen. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Universität Hannover hat einen aktiven Werkzeughalter für Drehmaschinen entwickelt, der ein schwingungsgedämpftes Zerspanen ermöglicht. Dieser wird auf dem Gemeinschaftsstand "Innovationsland Niedersachsen" in Halle 2, Stand A 10 präsentiert.

Kontakt: Dipl.-Ing. Alwin Harms, Tel.: 0511/762-5997, E-Mail: harms@ifw.uni-hannover.de

Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA)
Aerodynamische Zuführtechnik
Durch die Fortschritte in der Automatisierungstechnik lassen sich heute Produktionsanlagen realisieren, die 600 und mehr Teile pro Minute fertigen können. Das größte Problem bei diesen hohen Geschwindigkeiten stellt dabei die Handhabung der ungeordneten Einzelteile dar. Eine Möglichkeit zur Vereinzelung und Orientierung der Werkstücke bieten die aerodynamischen Verfahren. Sie zeichnen sich durch hohe Geschwindigkeit, geringe Störanfälligkeit und hohe Flexibilität aus. Aerodynamische Orientierungsverfahren gliedern sich in passive Verfahren, bei denen falsch orientierte Teile durch aerodynamische Schikanen abgewiesen werden und aktive Verfahren, bei denen das Werkstück in eine gewünschte Orientierung gebracht wird. Forschungsschwerpunkt am IFA sind derzeitig die aktiven aerodynamischen Orientierungsverfahren, bei denen ein Werkstück durch ein permanent anliegendes Strömungsfeld gezwungen wird, eine bestimmte Orientierung anzunehmen. Diese Technik präsentiert das IFA ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand "Innovationsland Niedersachsen" in Halle 2, Stand A 10.

Kontakt: Dipl.-Ing Torsten Fiege, Tel.: 0511/762-3517, E-Mail: fiege@ifa.uni-hannover.de

Institut für Mikrotechnologie (imt)
Das Institut für Mikrotechnologie zeigt seine Forschung in den Bereichen Dünnfilmtechnik, mechanische Mikrobearbeitung und Mikromontage, Mikrotribologie und Technologiekonzepte auch in Halle 015, Stand D47. Die Vielfältigkeit an Technologien ermöglicht dem imt Mikrosensoren und -aktoren für unterschiedlichste Aufgaben, insbesondere in der Mess- und Automatisierungstechnik, der Datenperipherie und der Biomedizin zu entwickeln und fertigen. Auf dem Gebiet der hochgenauen mechanischen Mikrobearbeitung entwickelt das imt Prozesse zum Vereinzeln und Profilieren von Mikrobauteilen sowie zum Fertigen ultrapräziser Flächen.

Kontakt: Dipl.-Ing. Karl-Hans Wu, Tel.: 0511-762-2395, E-Mail: wu@imt.uni-hannover.de

Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH)
Mikro- und Nanotechnik
Das Laser Zentrum Hannover e. V. zeigt in Halle 15, Stand F 34 zwei Projekte im Umgang mit kleinen Strukturen. Zum einen erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein neuartiges Verfahren zum "Schreiben" von nanometergroßen Strukturen. Mit einem so genannten Femtosekundenlaser tragen sie hochpräzise Material ab. Gleichzeitig dazu bewegen sie computergesteuert das Werkstück. So entstehen Strukturen mit bis zu 240.000 Punkten pro Inch (DPI). Ein handelsüblicher Laserdrucker arbeitet mit 600 DPI. Beim zweiten Projekt hat das LZH passend zur Hannover Messe in der Klasse 2e einer Grundschule in Garbsen einen Malwettbewerb zum Thema Industrie durchgeführt. Aus den entstandenen Bildern wurden drei ausgewählt und im Mikrometermaßstab (500 µm x 500 µm) mit einem Laser in eine Metallschicht übertragen. Diese Bilder, sowie weitere Informationen zur Anwendung in der Mikro- und Nanotechnik gibt es auf der Hannover Messe 2005.


Kontakt: Michael Botts, Tel.: 0511/2788-151, E-Mail: bt@lzh.de

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