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Von der Signalverarbeitung zum Verhalten

13.04.2005 - (idw) Universität Leipzig

Das internationale Promotionsprogramm "Von der Signalverarbeitung zum Verhalten" an der Universität Leipzig wird jetzt feierlich eröffnet. Die Festrede hält der renommierte Anthropologe Prof. Jean-Jacques Hublin vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zum Thema "The Origin of Language: What do the fossils say?" Zeit: 14. April 2005, 17:00 Uhr
Ort: Alter Senatssaal
Ritterstraße 26

Das internationale Promotionsprogramm schlägt Brücken zwischen der Medizin, den Natur- und den Sozialwissenschaften. "Herausragendes Kennzeichen ist die Zusammenführung natur-, geistes- und sozialwissenschaftlicher Aspekte der Neurokognition als wichtiger Schritt zur dringend erforderlichen interdisziplinären Betrachtung neurokognitiver Fragestellungen, die Vernetzung von Kognitions- und Neurowissenschaften, Verhaltensforschung und Anthropologie.", erklärt Prof. Martin Schlegel, Sprecher des Internationalen Promotionsprogramms und Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Leipzig.Das Promotionsprogramm vernetzt mehrere Initiativen strukturierter Doktorandenqualifizierung, darunter das Graduiertenkolleg "Interneuro" und die internationale Max-Planck-Research School "Human Origins".

Beteiligt sind: Arbeitsgruppen aus den Kognitionswissenschaften, der Medizin, der Psychologie, den Sozialwissenschaften, den Sportwissenschaften, den Biowissenschaften und der Anthropologie, aber auch der Geschichte. Am Programm beteiligt sind sechs Fakultäten, das Zentrum für Höhere Studien und die drei Leipziger Max-Planck-Institute.

Die Untersuchung der biologischen Grundlagen mentaler Prozesse hat an der Universität Leipzig eine lange Tradition und führte von neuroanatomischen Untersuchungen über die Quantifizierung mentaler Prozesse zur Etablierung der experimentellen Psychologie. In jüngerer Zeit haben sich die modernen Kognitionswissenschaften zu einem Schnittpunkt der Untersuchung molekularer und zellulärer Grundlagen der Hirnfunktionen durch Neurowissenschaften einerseits und der darauf beruhenden mentalen Funktionen andererseits entwickelt. Dieser Ansatz wird weitergeführt in Richtung der Verhaltensforschung, indem man die medizinischen, sozial- und sportwissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation konzentriert. Schließlich ist mit der evolutionären Anthropologie ein von der Zoologie bis zur Sprachwissenschaft reichender interdisziplinärer evolutionstheoretischer Erklärungsansatz hinzugetreten.

Im gemeinsamen Programm des DAAD und der DFG "Promotion an Hochschulen in Deutschland" werden in der gesamten Bundesrepublik 50 internationale Promotionsstudiengänge bzw. Promotionsprogramme (IPP) gefördert, davon drei allein an der Universität Leipzig, die damit unmittelbar hinter Göttingen auf dem zweiten Platz liegt. Am Leipziger Promotionsprogramm sollen 100 deutsche und 60 ausländische Doktoranden teilnehmen.

weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Schlegel
Telefon: 0341 97-20020
E-Mail: prorektorf@uni-leipzig.de

Prof. Dr. Rudolf Rübsamen
Telefon: 0341 97-36723
E-Mail: rueb@runi-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~biowiss/zoologie
Weitere Informationen: http://www.uni-leipzig.de/zhs/
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