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Als gäbe es Ihn nicht - Vernunft und Gottesfrage heute

14.04.2005 - (idw) Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

Aktuelle Ringvorlesung der Evangelischen Stadtakademie Hannover und des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover zur Gottesfrage Die Aufmerksamkeit, die der Tod des Papstes in den Medien gefunden hat, und die Pilgermassen in Rom haben gezeigt: Es gibt eine Sehnsucht nach Transzendentem, nach etwas Bedeutungsvollem über den Alltag hinaus, im weitesten Sinn wohl eine Sehnsucht nach Religion. Offenbar suchen die Menschen um so mehr nach einem festen Halt und einem klaren Lebenssinn, je mehr unsere modernen Gesellschaften ihnen eine beschleunigte Individualisierung und Pluralisierung ihrer Lebenswelten zumuten.

Doch besteht die Gefahr, dass in diesem Boom des Religiösen alles Mögliche als wahr behauptet werden kann, einschließlich religiöser Vorstellungen mit eindeutig regressiven und/oder fundamentalistischen Tendenzen, die unseren Gesellschaften um so gefährlicher werden können, je unkritischer ein Bedarf an Religion behauptet wird. Deshalb kann weder darauf verzichtet werden, die Gottesfrage als Kernfrage der Religion zu stellen, noch diese Frage im Horizont aufgeklärter Vernunft öffentlich zum Thema zu machen.

Dieser doppelten Aufgabe stellen wir uns in einer Ringvorlesung "Als gäbe es Ihn nicht - Vernunft und Gottesfrage heute", zu der wir namhafte Experten aus Philosophie und Theologie sowie Vertreter des Judentums, des Islam und des Christentums eingeladen haben. Die Ringvorlesung wird veranstaltet von der Evangelischen Stadtakademie Hannover und dem Forschungsinstitut für Philosophie Hannover und gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung. Eröffnet wird sie am 18.4.05 im Hanns-Lilje-Haus in Hannover mit zwei Vorträgen von Walther-Zimmerli, dem Präsidenten der Volkswagen Auto-Universität in Wolfsburg, und Gerhard Kruip, dem Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover. Themen und Referenten der weiteren Vorträge entnehmen Sie bitte dem beigelegten Programm.

Wir bitten Sie, entsprechend Ihrer Möglichkeiten auf die Ringvorlesung hinzuweisen und unsere Vorträge zu besuchen und darüber zu berichten. Wenn Sie es wünschen, können wir auch direkte Kontakte zu den Referenten/innen für Sie herstellen. Falls Sie weiterführende Fragen haben, können Sie sich gerne an mich oder Herrn Michael Stier, dem Leiter der Evangelischen Stadtakademie, wenden.

Mit freundlichem Gruß

Gerhard Kruip, Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

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