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Erasmus Mundus: Internationaler Masterstudiengang in der Werkstoffwissenschaft

15.04.2005 - (idw) Universität des Saarlandes

Elite-Ausbildung für künftige Material-Experten ohne Grenzen
http://www.amase-master.net Saarbrücken wird zum europäischen Zentrum für alle, die Werkstoffwissenschaften international studieren wollen: Im Herbst 2005 startet der Masterstudiengang "Advanced Materials Science and Engineering (AMASE)", für den Bachelor-Absolventen aus aller Welt sich bewerben können. Der zwei Jahre dauernde Studiengang ist einer von europaweit 17 Masterprogrammen verschiedenster Disziplinen, die die Europäische Kommission für die zweite Antragsrunde des Erasmus Mundus-Programms der Europäischen Union ausgewählt hat. Beworben hatten sich hierfür 139 Masterstudiengänge, an denen Hunderte von europäischen Hochschulen beteiligt sind.
5,5 Millionen Euro werden für den AMASE-Studiengang in den nächsten fünf Jahren nach Saarbrücken fließen, der der einzige von Deutschland aus geleitete materialwissenschaftliche Masterstudiengang im Rahmen des Erasmus Mundus-Programms ist.

Getragen wird das Studienangebot AMASE von einem Konsortium bestehend aus der Universität des Saarlandes, dem Institut National Polytechnique de Lorraine in Nancy (eine französische Grande Ecole mit Weltruf), der Universitat Politècnica de Catalunya in Barcelona und der Technischen Universität im schwedischen Luleå. Die Gesamtkoordination des grenzüberschreitenden Großprojekts im Bereich der Lehre liegt in den Händen des Saarbrücker Werkstoffwissenschaftlers Professor Frank Mücklich, der das Programm gemeinsam mit Professor Christian Weber und weiteren Saarbrücker Kollegen auch initiiert hat. Die Zusammenarbeit der vier beteiligten Universitäten bei der Ausbildung des internationalen werkstoffwissenschaftlichen Nachwuchses hat sich bereits in langjähriger Praxis mit über 200 abgeschlossenen Doppeldiplomen im Diplomstudiengang EEIGM bewährt. (Seit 1991 haben Studierende der Werkstoffwissenschaften, Physik oder Chemie dabei die Möglichkeit, das Diplom als Europa-Ingenieur der Werkstofftechnik zu erwerben: École Européenne d'Ingénieurs en Génie des Matériaux - EEIGM).

Junge Werkstoffwissenschaftler können im Rahmen des neuen AMASE-Studiengangs einen internationalen Doppel-Master-Abschluss erlangen. Zwei Jahre dauert das intensive Programm, das die Studierenden an zwei der beteiligten deutschen, spanischen, französischen oder schwedischen Universitäten absolvieren. Dabei können die Studierenden sich entscheiden, in welchen beiden Ländern sie studieren wollen und so gleichzeitig die auf sie zugeschnittene Sprachkombination wählen: mit Deutsch, Spanisch, Französisch und Englisch sind die wichtigsten europäischen Sprachen beteiligt.

Besonders über die europäischen Grenzen hinaus führt das "grenzenlose" Studium: Ein Netzwerk mit Professoren in weiteren dreizehn Universitäten in elf Ländern von den USA über Australien, China und Marokko bis hin zu Argentinien und Russland wurde aufgebaut, um die Auswahl der besten Kandidaten in diesen Ländern zu unterstützen: Die attraktiven Elitestipendien sollen den vielversprechendsten Köpfen zur Verfügung stehen.
Außer den materialwissenschaftlichen Kenntnissen erwerben die AMASE-Absolventen auf diesem Wege entscheidende sprachliche und kulturelle Kompetenzen: Besondere kommunikative Fähigkeiten, die neben dem wissenschaftlichen Sachverstand und dem Gespür für Innovationen heute zunehmend auf dem internationalen Arbeitsmarkt gefragt sind.
Außerdem legen die vier Partnerhochschulen besonderen Wert darauf, die Lehre eng mit ihren Forschungsaktivitäten zu verbinden, so dass die Studierenden früh Einblicke in ein besonders weites Feld an Spezialgebieten erlangen.

Unterstützt wird der AMASE-Masterstudiengang im Rahmen des Erasmus Mundus-Programms von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde sowie dem Verband der Europäischen Gesellschaften für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (Federation of European Materials Societies).

Erasmus Mundus ist ein Kooperations- und Mobilitätsprogramm im Bereich der Hochschulbildung, das die EU weltweit zum führenden Kompetenzzentrum für Lernen und Bildung machen soll. Ziel ist, die europäische Zusammenarbeit und die internationale Vernetzung im Hochschulbereich zu intensivieren und die Attraktivität der europäischen Hochschulbildung zu fördern. Im Rahmen des Programms werden nur Masterstudiengänge mit höchsten Qualitätsansprüchen unterstützt: Zusammen mit den im Rahmen einer ersten Antragsrunde im letzten Jahr ausgewählten Studiengängen gibt es in Europa 36 Mundus-Masterprogramme, davon 21 mit deutscher Beteiligung. Die Europäische Union vergibt im Rahmen des Programms hoch dotierte Stipendien an Staatsangehörige aus Drittländern, die sich erfolgreich zur Teilnahme an den europäischen Masterstudiengängen bewerben, sowie zum Austausch von Gastprofessoren.
(http://europa.eu.int/comm/education/programmes/mundus/index_de.html)


Im Internet finden Interessierte Informationen zum Masterstudiengang unter
http://www.amase-master.net

Sie haben Fragen? Dann setzen Sie sich bitte in Verbindung mit
Professor Frank Mücklich
Tel: 0049 (0) 681 302 - 2048, Fax 0049 (0)681 302 - 4876
Email: muecke@matsci.uni-sb.de
Weitere Informationen: http://www.amase-master.net
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