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Campus-TV berichtet aus Santiago de Chile

18.04.2005 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Neue Sendung für April/Mai 2005 begleitet Professor Sebastian Hoth aus der Heidelberger Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik bei seinem Seminar in der südamerikanischen Metropole - Heidelberg Center für Lateinamerika und Universidad de Chile hatten den Kurs organisiert, in dem es auch um implantierte Hörgeräte für taube Babys ging Die Universität Heidelberg hat sich in den letzten Jahren auch international gut positioniert. Beispielsweise in Chile. In der Hauptstadt Santiago wurde das Heidelberg Center eingerichtet, und Wissenschaftler aus Heidelberg kommen regelmäßig nach Chile, um über neueste Forschungsergebnisse zu berichten oder Seminare und Vorlesungen zu halten. Zuletzt hielt Professor Sebastian Hoth aus der Heidelberger Hals-Nasen-Ohren-Klinik ein Seminar, in dem es um Schwerhörigkeit oder gar Taubheit bei Neugeborenen ging. Campus-TV begleitete den Wissenschaftler in Santiago de Chile und berichtet über die Möglichkeiten der Implantierung von Hörgeräten bei den Jüngsten. Im Programm RNF-PLUS des Rhein-Neckar-Fernsehens über den Satelliten Astra und in den Kabelnetzen im Rhein-Neckar-Dreieck zeigt Campus-TV außerdem ab Donnerstag, 21. April 2005, weitere Beiträge aus den Hochschulen der Region.

Frühkindliche Hörstörungen rechtzeitig erkennen

Eine angeborene Hörstörung kann zu gravierenden auditiven, sprachlichen, kognitiven, intellektuellen, emotionalen und psychosozialen Defiziten führen. Eine Prävention dieser Schäden ist nur möglich, wenn die Störung frühzeitig erkannt und versorgt wird. "Frühzeitig" ist in diesem Zusammenhang sehr wörtlich zu nehmen: Wenn ein Kind in den ersten Lebensmonaten wenig oder keine akustischen Reize verarbeitet, ist die organische und funktionelle Reifung des Hörsystems beeinträchtigt oder sie bleibt ganz aus - das Zeitfenster für den Spracherwerb ist dann für immer geschlossen.

In den letzten Jahren sind die objektiven Hörprüfmethoden soweit gereift, dass die Hörfähigkeit eines Säuglings bereits in den ersten Lebenstagen mit vertretbarem Aufwand und ausreichender Zuverlässigkeit geprüft werden kann. Die Verfahren beruhen auf akustischen und elektrischen Reizantworten, die mit Hilfe geeigneter Sensoren nachgewiesen werden können und über die Funktion des Hörsystems Auskunft geben.

Vor diesem Hintergrund veranstaltete in diesen Tagen die Escuela de Tecnología Médica der Facultad de Medicina der Universidad de Chile in Zusammenarbeit mit dem Heidelberg Center Lateinamerika in Santiago das Seminar zum Thema "Detección precoz de sordera en neonatos y niños - problemas e intervenciones" (Früherkennung von Hörstörungen bei Neugeborenen und Kindern - Probleme und Intervention). Die vielfältigen mit der Früherkennung kindlicher Hörstörungen zusammenhängenden Aspekte wurden von Experten aus diversen chilenischen Einrichtungen unter Mitwirkung zweier eingeladener Referenten (Prof. Dr. Sebastian Hoth, Heidelberg, und Dr. Katrin Neumann, Universität Frankfurt/Main) bearbeitet.

In Chile ein Hörscreening von Neugeborenen einführen

Aktueller Anlass für das Seminar, dem bereits einige Veranstaltungen ähnlicher Art vorausgegangen waren, sind die Bemühungen, in Chile ein Hörscreening von Neugeborenen einzuführen. Aus verschiedenen Gründen ist die Umsetzung dieses selbst in Deutschland nur in Form regionaler Programme realisierten Vorhabens ein hochgestecktes und ehrgeiziges Ziel. Der Verlauf des Seminars, vor allem die qualifizierten Berichte über bisherige nationale Pilotprojekte, hat die Bereitschaft und Entschlossenheit aller Beteiligten erkennen lassen, die zu erwartenden Hindernisse zu überwinden.

Das Geheimnis der Fluchtafeln

Ein bisschen Aberglauben steckt noch in jedem von uns. Kaum einer, der nicht schon mal einer schwarzen Katze aus dem Weg gegangen ist oder dem Schornsteinfeger die Hand geschüttelt hat, weil er glaubt, dass das Glück bringt. Auch jemanden zu verfluchen ist eine bestimmte Form des Aberglaubens. In der Antike hatte man dafür sogar eine spezielle Form entwickelt: die so genannten Fluchtafeln. Mit ihnen haben sich an der Universität Mannheim Professor Kai Brodersen und Amina Kropp beschäftigt.

Vorbereitungen für eine Konzertreise

An der Musikhochschule Mannheim werden zurzeit Träume wahr. Das Studentenorchester fliegt nach New York, um dort in der weltberühmten Carnegie Hall zu spielen. Möglich wird diese Reise durch das Projekt "Seoul meets Mannheim". Dahinter verbirgt sich eine Kooperation mit dem Korean Chamber Orchestra von der Seoul National University aus Südkorea. Dem Flug nach New York gingen kleine Konzerte und vor allem umfangreiche Proben voran, über die Campus-TV bereits berichten kann.

Der neue Weg der Hochschule Mannheim

Die Fachhochschule Mannheim sorgt zurzeit für positive Schlagzeilen. Beispielsweise durch die Fusion mit der Mannheimer Fachhochschule für Sozialwesen und die Erschließung neuer Forschungsgebiete. Außerdem hat man sich von einem sperrigen Namen getrennt. Bisher hieß die Hochschule an der Windeckstraße: Fachhochschule Mannheim, Hochschule für Technik und Gestaltung. Ab sofort ist daraus eine schlichte Hochschule Mannheim geworden. Grund genug für ein Interview mit Rektor Professor Dietmar von Hoyningen-Huene.

Die Sendedaten: ab Donnerstag, 21. April 2005, jede Woche: donnerstags um 18.30 Uhr, freitags um 19.30 Uhr und samstags 19.30 Uhr und Mitternacht

Sponsoren von Campus-TV sind die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg, der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub AG, die John Deere AG und die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) Stuttgart. Durch die Sendung führt Campus-TV-Redakteur Joachim Kaiser.


Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

zu dem Heidelberger HNO-Beitrag:
Prof. Dr. Sebastian Hoth
Univ.-HNO-Klinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel. 06221 5636798, Fax 564641
sebastian.hoth@med.uni-heidelberg.de

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