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Der verunfallte Taucher als Patient - 11. Lehrgang für Tauchmedizin an der Uni Halle

26.04.2005 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Spezielle Probleme der Tauch- und Überdruckmedizin sind nach wie vor nicht Gegenstand des Medizinstudiums und der Facharztausbildungen. Da der verunfallte Taucher als Patient im Rettungsdienst jedoch mitunter große Anforderungen an die Kenntnisse des Rettungspersonals stellt, führt die Universitätsklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 30. April bis 8. Mai 2005 nunmehr den 11. Tauchmedizinkurs durch. Die Universitätsklinik verfügt über eine der modernsten Druckkammern Europas. Diese wird während des Kurses für praktische Übungen zur Verfügung stehen. Diagnose, Differentialdiagnose und Therapie von Tauchunfällen erfordern ein spezielles Management, welches nicht dem "Schema F" entspricht. Auch die ärztliche Beurteilung einer Tauchtauglichkeit benötigt spezielles Fachwissen. Besonders bei Beurteilung der Leistungsfähigkeit von behinderten Tauchern sieht sich der tauchmedizinische Laie mitunter vor schwierige Probleme gestellt. Um diese Ausbildungs- und damit Wissenslücken zu schließen, hat Kursleiter Dr. Hendrik Liedtke einen Kurs zusammengestellt, der dem Curriculum der "Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V." ( GTÜM ) entspricht.

In dem einwöchigen Kurs gibt es ausgiebig Gelegenheit an der Therapiedruckkammer in Halle zu trainieren, um dann selbstständig hyperbare Oxygenationsbehandlungen durchführen zu können. Die erfolgreichen Teilnehmer des Kurses erhalten eine Teilnahmebescheinigung, mit der sie bei der GTÜM das europäische Diplom "Medical Examiner of Divers" bzw. "Diving Medicine Physician" beantragen können. Der Kurs ist mit 90 Fortbildungspunkten der Ärztekammer Sachsen-Anhalt bewertet.

Zu den Referenten des Kurses gehören unter anderen der Weltrekordhalter im Apnoetauchen Benjamin Franz, der deutsche Rekordhalter im autonomen Tieftauchen Jens Hilbert, Kampftaucher der Bundesmarine, der Direktor von Divers Alert Network, Dr. van Laak, und andere Experten der Tauch- und Hyperbarmedizin.

Ansprechpartnerin:
Theresia Wermelskirchen
Pressesprecherin
Klinikum der Medizinischen Fakultät
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06097 Halle (Saale)
Tel.: 0345 55-75748
Fax: 0345 55-75749
E-Mail: theresia.wermelskirchen@medizin.uni-halle.de
Weitere Informationen: http://www.medizin.uni-halle.de/ - Erläuterungen und Kursprogramm
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