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Eheleute Helga und Herbert-Theodor Pfeiffer legen großzügige Stiftung für Universität Kassel auf

27.04.2005 - (idw) Universität Kassel

Eine großzügige Stiftung übergab am 27. April in Kassel das Stifterpaar Helga und Herbert-Theodor Pfeiffer der Universität Kassel. In einer Feierstunde mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde die Stiftung jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie soll der Förderung der Wissenschaft, Forschung und künstlerischen Entwicklung sowie der Aus- und Fortbildung insbesondere auf dem Gebiet der Architektur der Universität Kassel dienen. Die Stiftung wird zunächst mit einem Barvermögen von 500.000 Euro ausgestattet. Zudem haben die Stifter die Stiftung in ihrem gemeinsamen Testament weiter bedacht. Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep dankte dem Stifterpaar für ihr herausragendes und beispielhaftes Engagement für die Universität und den wissenschaftlichen Nachwuchs. Kassel. Eine großzügige Stiftung übergab am 27. April in Kassel das Stifterpaar Helga und Herbert-Theodor Pfeiffer der Universität Kassel. In einer Feierstunde mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurde die Stiftung jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie soll der Förderung der Wissenschaft, Forschung und künstlerischen Entwicklung sowie der Aus- und Fortbildung insbesondere auf dem Gebiet der Architektur der Universität Kassel dienen. Die Stiftung wird zunächst mit einem Barvermögen von 500.000 Euro ausgestattet. Zudem haben die Stifter die Stiftung in ihrem gemeinsamen Testament weiter bedacht. Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep dankte dem Stifterpaar für ihr herausragendes und beispielhaftes Engagement für die Universität und den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Der Grundstock für die erfolgreiche Berufstätigkeit war das Studium der Architektur, das Herbert-Theodor Pfeiffer im Jahr 1951 aufnahm und im Jahr 1953 mit dem akademischen Grad Dipl.-Ing. beendete. Dipl.-Ing. Pfeiffer hat an der Vorläufereinrichtung der Universität Kassel zur Architektenausbildung, der Staatsbauschule Kassel, studiert. Aus Dank für das auch durch das Architekturstudium Erreichte richteten die Eheleute Helga und Herbert-Theodor Pfeiffer jetzt diese gemeinnützige Stiftung ein.

Herbert-Theodor Pfeiffer wurde 1932 in Kassel geboren und wuchs in Kassel-Niederzwehren auf. Als Schüler der heutigen Albert-Schweitzer-Schule und kriegsbedingtem Umzug auf das Realgymnasium Wesertor (heute: Goetheschule) wuchs der Niederzwehrener in Kassel auf, erlebte die Angriffe auf Kassel, wurde evakuiert und kehrte zum 1. April 1946 aus der Kinder-Landverschickung, wo er schließlich in Schloss Biberstein bei Fulda untergebracht war, in das zerstörte Kassel zurück. Die Nachkriegszeit Kassels erlebte er unter anderem beim Steine-klopfen rund um die Garnisonkirche - im Rahmen eines Praktikums, 1951 nahm er das Studium der Architektur an der Staatsbauschule in Kassel auf. Diese befand sich ursprünglich am Ständeplatz, war dann zerstört und provisorisch in der Studienzeit Pfeiffers in der heutigen Grundschule Königstor untergebracht (der jetzige Neubau der Ingenieurschule in der Wilhelmshöher Allee 73 wurde erst nach Studienabschluss Pfeiffers bezogen). Nach Studienab­schluss und kurzer Tätigkeit in Göttingen kam der junge Architekt über einen Architektenwettbewerb nach Munster (Heide), wo er schließlich ein eigenes Büro gründete. Es gelang ihm, ein großes Büro mit etwa 20 Ingenieuren aufzubauen und gründete eine Wohnungsbaugesellschaft sowie eine Aktiengesellschaft als Verwaltungsgesellschaft für seine Immobilien. Er hat sich während seiner aktiven Berufstätigkeit ganz überwiegend mit Immobilien beschäftigt und dabei in allen Phasen eine Immobilie von der ersten Idee über die Planung, Genehmigung und Errichtung sowie der Verwaltung, des An- und Verkaufs bis hin zum Abbruch praktisch kennen gelernt. Er war als Architekt einbezogen in den Bau der britischen Streitkräfte in ganz Niedersachsen, zum Teil baute er auch für amerikanische Streitkräfte bei Bremen; diese Immobilien wurden von seinem Unternehmen auch verwaltet und schließlich nach Aufgabe der militärischen Nutzung in zivile Wohnungsbauformen überführt. Daneben hatte er die architektonische Bauleitung zahlreicher anderer öffentlicher Gebäude. Seine im Wesentlichen mit einem Partner durchgeführten Geschäfte haben sich dabei sehr erfolgreich erwiesen, schließlich ermöglicht, jetzt eine gemeinnützige Stiftung zugunsten der Universität zu errichten.
Ein besonderer Glückfall: Der jetzige Architekturprofessor an der Universität Kassel, Prof. Wolfgang Schulze, machte im Büro Pfeiffer seine Ausbildung zum Bauzeichner: Durch den Kontakt mit dem erfolgreichen Kasseler Architekturprofessor fand die Erinnerung an die Kasseler Zeit, in die er seine ersten Gehschritte der Architektur gegangen war, nun ihre Form. Und seine Ehefrau Helga, die aus der Nähe von Celle von einem größeren Bauernhof stammt und mit der er seit 1963 verheiratet ist, trägt diese Entscheidung vollends mit. Pfeiffer dazu: "Meine Frau und ich möchten wissen, dass heute und nach unserem Tode mit unserem Vermögen für junge Leute an der Kasseler Universität, insbesondere auch für die Architekturstudentinnen und -studenten, etwas getan werden kann. Ich möchte auf diese Weise etwas zurückgeben. Meine Frau und ich haben ein sehr gutes Leben genossen und freuen uns, etwas weitergeben zu können".


Annette Ulbricht
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Info
Universität Kassel
Annette Ulbricht
Kommunikation und Internationales
tel (0561) 804 2474
fax (0561) 804 7216
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