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GreenLight-PVP-Laser verdampft das Prostatagewebe

29.04.2005 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Urologische Universitätsklinik Heidelberg bietet schonende Methode zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung an An der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg wird als neue Therapiealternative zur Behandlung der gutartigen Vergrößerung der Prostata der GreenLight-PVP-Laser eingesetzt. Er vereint die Vorteile des Standardeingriffs, der endoskopischen Prostata-Ausschälung (TUR-P), mit den Vorteilen der Laserbehandlung. Dabei wird der Laser in Narkose durch ein Endoskop in die Harnröhre eingeführt. Mit modernster Lasertechnik wird das Prostatagewebe samt den darin befindlichen Blutgefäßen verdampft.

Darauf wies Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg, bei einer Pressekonferenz am 28. April 2005 in Heidelberg hin.

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH), die gutartige Prostatavergrößerung, ist die häufigste gutartige Erkrankung beim Mann. Etwa 50 Prozent aller Männer nach dem 50. Lebensjahr sind betroffen. Im 8. Lebensjahrzehnt lässt sich schließlich bei nahezu allen Männern eine BPH nachweisen. Die Entwicklung der Beschwerden ist jedoch mit den Gewebeveränderungen der Prostata nicht zwangsläufig assoziiert, so dass nur ca. 10 bis 20 Prozent aller Männer im Verlauf ihres Lebens wegen einer BPH behandelt werden müssen.

Die Gewebewucherungen in der Prostata werden vom Arzt schichtweise abgetragen; ihre Entfernung wird am Bildschirm millimetergenau kontrolliert. Im Vergleich zu früher angewandten Laserverfahren werden keine Gewebereste hinterlassen. Weiterer Vorteil dieser Technik ist der minimale Blutverlust; der GreenLight Laser erlaubt sogar die Behandlung von ausgewählten Patienten, die Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen.

Positiv wird von den Patienten auch die sehr kurze Verweilzeit des Katheters und der kurze Klinikaufenthalt von ca. 12 - 24 Stunden empfunden. Damit wird sich der GreenLight Laser in Zukunft möglicherweise nicht nur zu einer echten Alternative zu den bisherigen Operationsverfahren sondern auch zu verschiedenen langwierigen, teuren und nur bedingt wirksamen medikamentösen Therapieformen etablieren.

Im Gegensatz zu anderen Institutionen ist in der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg eine aus eigenen Mitteln zu erbringende Zuzahlung der Patienten für diese Behandlungsmethode nicht erforderlich.

Weitere Information im Internet unter:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/urologie

Ansprechpartner:
Professor Dr. Markus Hohenfellner
Urologische Universitätsklinik Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 110
Tel: 06221 / 56 63 21
Fax: 06221/ 56 53 66

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
Weitere Informationen: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/urologie http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
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