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Workshopkongress für Klinische Psychologie und Psychotherapie in Dresden

02.05.2005 - (idw) Technische Universität Dresden

Einladung zum Pressegespräch am 4. Mai 2005, 13.00 Uhr

"Psychische Störungen und ihre Folgen sind die zentralen Schlüsselherausforderungen aller modernen Industriegesellschaften", so Tagungspräsident Prof. Dr. Jürgen Hoyer. Diesen Herausforderungen stellen sich rund 800 Klinische Psychologen und Psychotherapeuten beim 4. Workshopkongress, der vom 5. bis 7. Mai 2005 an der
TU Dresden stattfindet. Gleichzeitig wird das 23. Symposium der gleichnamigen Fachgruppe der Deutschen Gesellschaft für Psychologie durchgeführt. Beide Veranstaltungen werden durch das Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Dresden organisiert.

Die diesjährige Jahrestagung findet vor dem Hintergrund neuester epidemiologischer EU-Studien-Daten statt, die eindrucksvoll die bislang vernachlässigte Rolle psychischer Störungen verdeutlichen. "Über 100 Millionen Menschen aller Altersstufen - d.h. jeder Vierte in der EU - sind jedes Jahr von schwerwiegenden psychischen Störungen betroffen. Die jährlichen gesundheitsökonomischen Kosten liegen bei nahezu 400 Milliarden Euro pro Jahr. Das Leid der Betroffenen und ihrer Familien ist unermesslich.", so Professor Wittchen, Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Dresden, der diese Studie vorstellt.

Anders als bei somatischen Volkskrankheiten wie Diabetes, Hypertonie und Herzerkrankungen ist das Kernproblem psychischer Störungen die extrem niedrige Behandlungsrate. Nur 20 Prozent aller psychischen Störungen werden EU-weit erkannt, nur 5 Prozent adäquat behandelt. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Kongress auch die Frage "Wie viele Therapeuten braucht das Land?", um die Unter-, Mangel- und Fehlversorgungsprobleme in diesem Bereich zu lösen.

Zu den Höhepunkten des Kongresses zählen die Fachvorträge von bekannten Professoren der Psychologie:
Prof. Dr. Neuner, Konstanz, Thema: bahnbrechende Arbeit mit Kriegsopfern und Traumatisierten in Afrika
Prof. Dr. Kirschbaum, Dresden, Thema: neue Forschungen zur Interaktion von psychischen Vorgängen und körperlichen Erkrankungen
Prof. Dr. Klaus Grawe (Bern), Thema: Überlegungen zur Neuro-Psychotherapie und Diskussion über verbesserte neuronale Grundlagen in diesem Bereich

Journalisten können sich vorab in einem Pressegespräch mit Professor Wittchen und Professor Hoyer informieren. Darüber hinaus können Kontakte zu bekannten Referenten des Kongresses hergestellt werden.

Das Pressegespräch findet am 4. Mai 2005, 13.00 Uhr, im Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Chemnitzer Straße 46, 01187 Dresden, Raum 360, statt. Um vorherige Anmeldung der Kontakt-, Informations- und Interviewwünsche wird gebeten.

Informationen für Journalisten: Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen, Tel. 0351 463-36983, E-Mail: wittchen@psychologie.tu-dresden.de
Weitere Informationen: http://www.psychologie.tu-dresden.de/workshopkongress2005
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