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TU Darmstadt und Universität Frankfurt rücken enger zusammen

02.05.2005 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Die führenden Forschungsuniversitäten Hessens gehen 'Strategische Allianz' ein FRANKFURT. Mit einem heute in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Udo Corts unterzeichneten Vertrag, der den Abschluss einer 'Strategischen Allianz' besiegelt, gehen die Technische Universität Darmstadt und die Universität Frankfurt eine bundesweit beispiellose Kooperation ein, die über die bisherigen Formen der Zusammenarbeit beider Institutionen weit hinausgeht.

Die Technische Universität Darmstadt und die Universität Frankfurt werden ihre künftigen Entwicklungsstrategien eng miteinander abstimmen, um die Synergien in der "Exzellenz in Forschung und Lehre weiter zu fördern". Beide Partner verpflichten sich, so Präsident Steinberg, als "führende Forschungsuniversitäten in Hessen" mit gemeinsamen Schwerpunktbildungen die "Wissensregion Rhein-Main" weiter zu profilieren. Ferner werden beide Universitäten eine gemeinsame Strategie zum Schutz und der Vermarktung ihrer Erfindungen erarbeiten.

Wissenschaftsminister Udo Corts unterstrich, dass beide Universitäten von der Kooperation profitierten und durch die Schwerpunktbildung weiter ihr Profil schärften. "Außerdem stärkt das Abkommen Fortentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulregion Rhein-Main", so Corts.

Die beiden führenden Forschungsuniversitäten in Hessen wollen ihre Potenziale, die auf einem weitgehend komplementären Fächerangebot und sehr ähnlichen Perspektivüberlegungen in enger räumlicher Nachbarschaft gründen, künftig gezielt ausschöpfen.

TU-Präsident Johann-Dietrich Wörner sagte: "Hier rücken vertraglich zwei Universitäten näher zueinander, die sich durch ihre sehr unterschiedliche Profilierung ergänzen und damit dem alten Schlagwort 'Synergie' neue Impulse verleihen. Wenn alle Seiten sich anstrengen, ist 'Eins plus Eins mehr als Zwei'. Und das gilt sowohl für die Institutionen als auch für ihre Mitglieder."

Beide Präsidenten hoben hervor, dass sie ineffiziente Doppelangebote im jeweiligen Portfolio abbauen wollen. Dagegen wollen die beiden Universitäten in ergänzenden Disziplinen wie Medizintechnik, Biotechnologie oder Informatik die durch die Kooperation entstehenden Synergien nutzen; in gleichen oder verwandten Fächern wie Geowissenschaften, Biodiversitätsforschung und Schwerionenphysik sollen leistungsstarke Schwerpunkte entstehen.

Auch bei der Einrichtung neuer Studienfächer oder dem Abbau von Parallel-Studiengängen sowie bei E-Learning-Angeboten werden beide Universitäten Hand in Hand arbeiten. Dasselbe gilt laut Vertrag auch für die Ausschreibung von Professuren und die "Öffnung" von Beru-fungskommissionen für Mitglieder der jeweils anderen Universität.

Den Studierenden eröffnet die Allianz neue Perspektiven und Erleichterungen: Sie können an Lehrveranstaltungen der jeweiligen Nachbar-Uni teilnehmen, Leistungsnachweise erwerben und Teilprüfungen ablegen, weil Fachbereiche im Rahmen von Kooperationsabkommen ihre Lehrangebote inhaltlich und zeitlich verzahnen und die Prüfungsordnungen aufeinander abstimmen werden. Auch Professoren und Dozenten werden künftig auf kurze Dienstreisen nach Norden oder Süden gehen, um Seminare anzubieten und Prüfungen abzunehmen.

Schließlich erklären die beiden Uni-Präsidenten mit ihren Unterschriften die feste Absicht, erfolgreiche Forschungskooperationen wie etwa in den Geowissenschaften, gemeinsam mit der Universität Mainz, im Rahmen des E-Finance-Lab, dem Europäischen Forschungszentrum für Luftverkehr (ECAD) oder dem geplanten Forschungskolleg Humanwissenschaften weiter zu fördern.


Kontakt: Prof. Rudolf Steinberg, Präsident; Senckenberganlage 31; 60325 Frankfurt; Tel.: 069 / 798 - 22232; E-Mail: praesident@uni-frankfurt.de

Prof. Johann-Dietrich Wörner; Präsident; Karolinenplatz 5; 64289 Darmstadt; Tel.: 06151 / 162120; E-Mail: praesident@tu-darmstadt.de

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