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Jutta Limbach am KWI

28.11.2002 - (idw) Kulturwissenschaftliches Institut

Staat und Kultur in Deutschland 1: Von der Untertanen- zur Staatsbürgerkultur
im Rahmen der Krupp-Vorlesungen zu Politik und
Geschichte am Kulturwissenschaftlichen Institut, Essen
Zeit: Dienstag, 3.12.2002, 18:00 Uhr s.t.
Ort: Aalto-Theater, Essen, Opernplatz 10

Am Dienstag, 3. Dezember 2002 um 18:00 Uhr, hält Prof. Dr. Jutta Limbach im Foyer des Essener Aalto-Theaters einen öffentlichen Vor-trag im Rahmen der "Krupp-Vorlesungen zu Politik und Geschichte." Sie spricht zu dem Thema "Von der Untertanen- zur Staatsbürgerkul-tur."
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die allmähliche Akzeptanz der frei-heitlichen Demokratie und der allmähliche Ausbau der Zivilgesellschaft in der Bundesrepublik. Der Übergang von einer Untertanen- zu einer Staatsbürgerkultur wird entlang der Bewährungsproben des freiheitli-chen Rechtsstaats - Notstandsgesetzgebung und Wiederbewaffnung, Spiegelaffäre, Deutscher Herbst, Rechtsextremismus und Internationaler Terrorismus u.a. - skizziert. Es geht darüber hinaus aber auch um das Problem der geringen Identifikation der Bürger der neuen Länder mit dem westlichen Demokratiemodell. Nach wie vor ziehen die Bürger der neuen - im scharfen Gegensatz zu denen der alten - Länder die größtmögliche Gleichheit der Freiheit vor.

Das Kulturwissenschaftliche Institut, Essen, veranstaltet im Winter 2002/2003 zum vierten Mal die "Krupp-Vorlesungen zu Politik und Geschichte". Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden bedeu-tende Wissenschaftler und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte jeweils für ein Semester an das Institut eingeladen, um in öffentlichen Vor-trägen einen Überblick über zentrale Themen ihres Lebenswerkes zu geben. Die Vorlesungsreihe wird seit ihrem Beginn 1999 von der Alf-ried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert.
Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Vortragsreihe mit Lord Ralf Dahrendorf konnte das Kulturwissenschaftliche Institut in diesem Jahr die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und neue Leiterin des Goethe-Instituts Inter Nationes, Prof. Dr. Jutta Limbach, als Rednerin der Krupp-Vorlesungen gewinnen. Sie wird in fünf öf-fentlichen Vorträgen zum Thema "Staat und Kultur in Deutschland - Von den Herausforderungen der Demokratie zu neuen Formen des Politischen" sprechen.

Jutta Limbach war bis Anfang 2002 Präsidentin des Bundesverfas-sungsgerichts in Karlsruhe und leitet seit Mai 2002 das Goethe-Institut Inter Nationes. Davor war sie Justizsenatorin in Berlin sowie Professorin für Rechtswissenschaft und Rechtssoziologie in Berlin und Heidelberg. Sie ist nicht nur eine der bekanntesten und angesehens-ten Juristinnen Deutschlands, sondern auch eine engagierte Politike-rin und Kämpferin für die Gleichberechtigung der Frau in der Gesell-schaft.
Auch als Autorin hat sich Jutta Limbach einen Namen gemacht. Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen zählen:
Im Namen des Volkes: Macht und Verantwortung der Richter (1999).
Das Bundesverfassungsgericht (2001).


Weitere Termine:
Dienstag, 17. Dezember 2002, 18:00 Uhr
Vortrag - Demokratie: Elitenkartell oder Bürgerprojekt?
Ort: Aalto-Theater, Essen, Foyer

Dienstag, 7. Januar 2003, 18:00 Uhr
Vortrag - Europa: Markt oder Demokratie?
Ort: Europa-Haus, Essen

Dienstag, 21. Januar 2003, 18:00 Uhr
Vortrag - Welchen Wert hat die Freiheit?
Ort: Europa-Haus, Essen

Dienstag, 4. Februar 2003, 18:00 Uhr
Abschlussvortrag - Demokratiekultur: Bürgerengagement und Minderheitentoleranz
Ort: Museumszentrum, Essen
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