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Juristische Fakultät: Rechtsgeschichtliche Grundlagenforschung mit Weltrang

28.11.2002 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

In der rechtsgeschichtlichen Grundlagenforschung besitzt die Juristische Fakultät der Universität Göttingen "Weltrang" - das ist eines der Ergebnisse einer Forschungsevaluation der Rechtswissenschaften an den niedersächsischen Hochschulen, die ein Gutachtergremium im Auftrag der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen für die Jahre 1996 bis 2001 durchgeführt hat. Weitere Göttinger Arbeitsbereiche, die die sechs Gutachter in ihrem jetzt veröffentlichen Bericht ausdrücklich loben, sind der "hochqualifiziert besetzte medizinrechtliche Schwerpunkt" sowie die Kriminologie, die durch einen erheblichen Praxisbezug und eine umfangreiche Einwerbung von Drittmitteln "beeindruckt". Eine "singuläre Stellung" nehme die Juristische Fakultät auch im Bereich des Landwirtschaftsrechts ein. Nach dem Bericht der Gutachter zeichnen sich die Göttinger Rechtswissenschaften insgesamt durch eine vielfach national sowie international sichtbare Forschungsarbeit mit innovativem und interdisziplinären Charakter, eine gute Vernetzung der Forschungseinrichtungen und eine über die individuellen Forschungsleistungen hinausreichende Profilbildung in der Rechtsvergleichung aus.

Pressemitteilung
Göttingen, 28. November 2002 / Nr. 321/2002

Juristische Fakultät: Rechtsgeschichtliche Grundlagenforschung mit Weltrang
Evaluation der Rechtswissenschaften für die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen

(pug) In der rechtsgeschichtlichen Grundlagenforschung besitzt die Juristische Fakultät der Universität Göttingen "Weltrang" - das ist eines der Ergebnisse einer Forschungsevaluation der Rechtswissenschaften an den niedersächsischen Hochschulen, die ein Gutachtergremium im Auftrag der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen für die Jahre 1996 bis 2001 durchgeführt hat. Weitere Göttinger Arbeitsbereiche, die die sechs Gutachter in ihrem jetzt veröffentlichen Bericht ausdrücklich loben, sind der "hochqualifiziert besetzte medizinrechtliche Schwerpunkt" sowie die Kriminologie, die durch einen erheblichen Praxisbezug und eine umfangreiche Einwerbung von Drittmitteln "beeindruckt". Eine "singuläre Stellung" nehme die Juristische Fakultät auch im Bereich des Landwirtschaftsrechts ein. Nach dem Bericht der Gutachter zeichnen sich die Göttinger Rechtswissenschaften insgesamt durch eine vielfach national sowie international sichtbare Forschungsarbeit mit innovativem und interdisziplinären Charakter, eine gute Vernetzung der Forschungseinrichtungen und eine über die individuellen Forschungsleistungen hinausreichende Profilbildung in der Rechtsvergleichung aus. Der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Werner Heun: "Aus der langen Göttinger rechtswissenschaftlichen Tradition heraus ist es unserer Fakultät gelungen, neue Forschungsfelder zu erschließen, mit denen wir auch in Zukunft unsere wissenschaftliche Exzellenz unter Beweis stellen können."

Die Juristische Fakultät der Georg-August-Universität ist mit 26 Professuren, sechs Instituten, einer allgemeinen und sechs Spezialabteilungen die größte rechtswissenschaftliche Einrichtung an niedersächsi-chen Universitäten. In Göttingen werden neben dem Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaften ein Magisterstudiengang für im Ausland graduierte Juristen, der Ergänzungsstudiengang Rechtsintegration in Europa (Magister) und eine Zusatzstudiengang Wirtschaftsrecht (Magister) angeboten. In den Jahren 1996 bis 2001 haben die Göttinger Rechtswissenschaften nach Angaben der Gutachter "die mit Abstand größte Zahl an Qualifizierungsarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses in Niedersachsen betreut". So konnten insgesamt 197 Promotionen und zwölf Habilitationen abgeschlossen werden. Um die Profilbildung der Fakultät weiter voranzutreiben, regt das Gremium die Einrichtung eines Instituts für Rechtsvergleichung an. Es soll sowohl die zivilrechtliche als auch die öffentlich-rechtlichen und strafrechtliche Kompetenz auf diesem Gebiet unter einem Dach bündeln.

Im Bereich des Zivilrechts verweisen die Gutachter insbesondere auf den wirtschaftsrechtlichen Schwer-punkt, der in Göttingen von intensiven internationalen Kooperationen getragen wird. Für das Öf-fentliche Recht heben sie die sinnvolle Bündelung der wissenschaftlichen Bemühungen einzelner Lehrstühle hervor. Forschung werde dabei im gesamten Spektrum des Verfassungs-, Verwaltungs-, Völker- und Europarechts betrieben. Im europäischen Wirtschafts- und Energierecht seien neue Ansätze vorhanden, das Sozialversicherungsrecht werde niedersachsenweit allein an der Georg-August-Universität vertreten. Im Bereich des Strafrechts werde das Göttinger Profil deutlich geprägt durch die Arbeitsgruppe "Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosphie", deren Habilitanden in kürzester Zeit, so die Gutachter, Lehrstühle erhalten und damit die Wissenschaftslandschaft in Deutschland bereichert haben.

Mitglieder des Gutachtergremiums waren Prof. Dr. Dagmar Coester-Waltjen (Universität München), Prof. Dr. Hans Friedhelm Gaul (Universität Bonn), Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof (Universität Tübingen), Prof. Dr. Hanspeter Neuhold (Universität Wien), Prof. Dr. Erich Samson (Universität Kiel und Bucerius Law School - Hochschule für Rechtswissenschaft, Hamburg) und Prof. Dr. Rüdiger Wolfrum vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Den Vorsitz hatte Prof. Wolfrum.

Kontaktadresse:

Prof. Dr. Werner Heun
Georg-August-Universität Göttingen
Juristische Fakultät
Platz der Göttinger Sieben 6, 37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-7360, Fax (0551) 39-7361
e-mail: dekanat@jura.uni-goettingen.de
Internet: www.jura.uni-goettingen.de
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