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Wirtschaft und Wissenschaft geben gemeinsam Impulse für Berlin

28.11.2002 - (idw) Technische Universität Berlin

Medieninformation der Initiative "an-morgen-denken"

Berlins Unternehmen erwirtschaften heute rund 60 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die in den letzten 5 Jahren neu entwickelt oder verbessert wurden. In vielen für die Stadt wichtigen Branchen wie dem Maschinen- oder Fahrzeugbau, der Optik- und Medizintechnik oder der Elektrotechnik liegt dieser Prozentsatz noch deutlich höher. Nur wissenschaftliche Leistungskraft kann Innovationen auf Dauer sichern. Daher ist eine kluge Wissenschaftspolitik der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg der Region und der Zukunftsfähigkeit der Forschung und Entwicklung in Berlin.

Die Initiative "an-morgen-denken" fordert einen neuen und höheren Stellenwert für die Wissenschaftspolitik im Berliner Senat und setzt ihre Einmischung in die öffentliche Standortdebatte heute mit zwei Positionspapieren fort. Beide Papiere wurden jetzt dem Wirtschaftssenator Wolf und dem Wissenschaftssenator Flierl in einem persönlichen Gespräch vorgestellt. Sie sind ab sofort sind auf der Homepage der Initiative www.an-morgen-denken.de zu finden.

Die Leitlinien zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort fordern einen neuen, deutlich höheren Stellenwert der Wissenschaftspolitik, eine unabhängige Kommission zur Politikberatung für die nächsten Jahre und nennen wichtige Elemente einer erfolgreichen Standortentwicklung.

Die Leitlinien für eine neues Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) und künftige Hochschulverträge ergänzen die Leitlinien zum Standort um weitreichende Forderungen zur Stärkung der Eigenverantwortung der Hochschulen. Diese müssen durch die Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes neue Handlungs- und Gestaltungsspielräume erhalten, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Berlin steht heute an einem kritischen Punkt der Wissenschafts- und Standortpolitik. Das zeigen beispielhaft Berlins Haushaltsnotlage und die finanziellen Einsparvorgaben im Bereich der Hochschulmedizin, die anstehende Novellierung des Landeshochschulgesetzes aber auch die erfolgreiche Profilierung konkurrierender Regionen durch Wissenschaftspolitik.
Wissenschaftspolitik ist also Standortpolitik und daher geht es nach Ansicht der Initiative vor allem um die Rückgewinnung strategischer Freiräume für die gezielte Förderung von Berlins Kompetenzschwerpunkten. Nur so können die Rahmenbedingungen verbessert werden, um gezielt neue Unternehmen in den Schwerpunkten anzusiedeln und Gründungen zu fördern - in enger Abstimmung von Senat, Wissenschaft und Berlins Wirtschaft.
Die Mitglieder der Initiative hoffen, dass Politik und Öffentlichkeit die dringende Notwendigkeit von Reformen erkennen und der Regierende Bürgermeister an der Spitze seines Senats rasch handelt. Die Mitglieder von an morgen denken sind daran interessiert, ihre Vorschläge weiter zu erläutern und an geeigneter Stelle auch an deren Umsetzung mitzuwirken.

Die Initiative "an morgen denken" ist ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten, die Verantwortung in Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins tragen. Sie will an der Umgestaltung und Optimierung von Berlins Wissenschaftslandschaft mitwirken. Die Zusammenarbeit und Abstimmung von Wirtschaft und Wissenschaft ist bundesweit ein Novum und verweist auf die Bedeutung des Rohstoffs Wissen für den Wirtschaftsstandort Berlin.


Mitglieder der Initiative sind:

Prof. Dr. Gerhard Ackermann, Technische Fachhochschule Berlin, Präsident;
Dr. Norbert Bensel, Vorstand Deutsche Bahn AG;
Gerd von Brandenstein, Siemens AG, Berliner Büro der Leitung;
Prof. Dr. Detlev Ganten, MDC für Molekulare Medizin Berlin-Buch, Wissenschaftlicher Direktor;
Prof. Dr. Peter Gaehtgens, Freie Universität Berlin, Präsident;
Prof. Dr. Dieter Grimm, Wissenschaftskolleg zu Berlin, Rektor;

Prof. Dr. Ingolf Hertel, Max Born Institut, Sprecher der IGAFA Berlin-Adlershof;
Dr. Thomas Hertz, IHK Berlin, Hauptgeschäftsführer;
Prof. Dr. Jürgen Kocka, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Präsident
Prof. Dr. Kurt Kutzler, Technische Universität Berlin, Präsident;
Prof. Dr. Hanns-Jürgen Lichtfuß, Technologiestiftung, Vorstand;
Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Humboldt-Universität zu Berlin, Präsident;
Prof. Dr. Michael Steiner, Hahn-Meitner-Institut, Geschäftsführer;
Prof. Dr. med. Günter Stock, Schering AG, Vorstand.


Gesamtes Informationsmaterial zur Initiative finden Sie unter: www.an-morgen-denken.de
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