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Klaus F. Zimmermann wird 50

28.11.2002 - (idw) Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW

Klaus F. Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Direktor des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn, feiert am 2. Dezember seinen 50. Geburtstag. Neben der Leitung des größten deutschen Wirtschaftsforschungsinstituts in Berlin und des privat finanzierten Arbeitsmarktinstituts in Bonn lehrt er Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn und der Freien Universität Berlin. Zimmermann ist national wie international als Politikberater in einflussreichen Beratergremien tätig - unter anderem gehört er der Expertengruppe "Group of Economic Analysis" (GEA) des Präsidenten der EU-Kommission an. Als Herausgeber und Autor zahlreicher renommierter Fachzeitschriften und aufgrund seines Engagements im nationalen und internationalen Wissenschaftsmanagement zählt er zu den produktivsten und einflussreichsten deutschen Nationalökonomen. Seine Forschungsinteressen gelten vor allem der Arbeitsökonomie, Bevölkerungsökonomie, Migration, Industrieökonomie und Ökonometrie.

Klaus F. Zimmermann wurde am 2. Dezember 1952 in Göppingen geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit in Rastatt studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Dort promovierte und habilitierte er auch. Danach führten ihn seine akademischen Stationen über die belgische Université Catholique de Louvain und das Wissenschaftszentrum Berlin zunächst ins amerikanische Philadelphia (University of Pennsylvania), bevor er 1989 nach einer Gastprofessur an der Universität Dortmund einen Lehrstuhl als Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Universität München übernahm. Bis 1998 lehrte und forschte er - unterbrochen von weiteren Gastprofessuren in den USA (Dartmouth College) und Japan (Universität Kyoto) - in München und leitete das von ihm selbst gegründete SELAPO Center for Human Resources. Aufgaben im Wissenschaftsmanagement übernahm Zimmermann unter anderem als Dekan der Volkswirtschaftlichen Fakultät der Universität München sowie als Mitbegründer der "European Society for Population Economics".

Als erster deutscher Ökonom erhielt Zimmermann 1998 den "Distinguished John G. Diefenbaker Award" des Canada Council for the Arts. Im gleichen Jahr wechselte er als Gründungsdirektor an das von der Deutschen Post geförderte Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit und baute es in kurzer Zeit zu einem international anerkannten Zentrum für Arbeitsökonomie aus. An der Universität Bonn übernahm er zugleich eine Professur für wirtschaftliche Staatswissenschaften. Seit 2000 leitet Zimmermann darüber hinaus als Präsident das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und ist seit 2001 Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Seine vielfältigen Funktionen in der wissenschaftlichen Politikberatung hinzugenommen, gilt Zimmermann als einer der meistbeschäftigten deutschen Ökonomen.

Klaus F. Zimmermann ist Autor bzw. Herausgeber von 24 Büchern und über 150 Aufsätzen in Fachzeitschriften und Sammelbänden, in denen er grundlegende Arbeiten zu wichtigen Fragen vor allem aus den Bereichen der Arbeits-, Migrations- und Bevölkerungsökonomie vorgelegt hat. Er publizierte in zahlreichen internationalen Fachzeitschriften wie "American Economic Review", "Journal of Applied Econometrics", "Econometrica" und "Journal of Human Resources". Seit 1988 ist Zimmermann zudem Herausgeber des renommierten "Journal of Population Economics". Dem Führungskreis des Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London gehörte er von 1991 bis 2001 als Programmdirektor für Human Resources und Labour Economics an und prägte dessen Aufstieg zum einflussreichsten europäischen Forschungs- und Beratungsnetzwerk in der Ökonomie maßgeblich mit.

Zimmermann kann auf eine Wissenschaftlerkarriere von besonderem Rang zurückblicken, nimmt sich aber auch für die Zukunft einiges vor. "Das DIW Berlin hat das Zeug, zur Nummer Eins unter den europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten zu werden. Das IZA wird seine zentrale Position als Hort der internationalen Arbeitsmarktforschung weiter ausbauen", so Zimmermann.

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