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Trends 2004: Deutlicher Rückgang der Studienanfängerinnenzahlen in den Ingenieurwissenschaften

12.05.2005 - (idw) Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie

Anläßlich des Deutschen Ingenieurtags 2005 hat das Kompetenzzentrum unter dem Titel "Frauen in den Ingenieurwissenschaften" Datenmaterial zu der Situation von Frauen in den Ingenieurwissenschaften zusammengestellt. Die neuesten (vorläufigen) Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen einen Abbruch der positiven Entwicklung der Studienanfängerinnenzahlen in den Ingenieurwissenschaften in den letzten Jahren. Während im Vorjahr 2003 noch sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren, ging die Zahl der Erstsemester im Studienjahr 2004 um insgesamt 2% zurück (2003: 87.542, 2004: rund 85.800 Studienanfängerinnen und Studienanfänger).

Bauingenieurwesen, Elektrotechnik
Eine Betrachtung der einzelnen ingenieurwissenschaftlichen Studienbereiche zeigt, dass im Bauingenieurwesen und in der Elektrotechnik die stärksten Einbrüche zu verzeichnen sind: Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Bauingenieurwesen um 12,6% (2003: 9.491, 2004: 8.293) und in der Elektrotechnik um 10,1% (2003: 19.055, 2004: 17.136).

Ein eher bedenklicher Trend ist bei einem Blick auf die Studienanfängerinnen in diesen beiden Bereichen festzustellen: Im Bauingenieurwesen ist ein Rückgang von 13,7% und in der Elektrotechnik von 12,2% zu verzeichnen. In beiden Fällen zeigt sich bei den Frauen ein stärkerer Rückgang als bei den Männern.

Maschinenbau/Verfahrenstechnik
Auch im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik gehen die Erstsemesterzahlen zurück. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen insgesamt 7,7% weniger Frauen und Männer ein Studium in diesem Bereich auf.

Die insbesondere bei den Studienanfängerinnen zu beobachtenden sehr positiven Zuwächse der letzten Jahren brechen dramatisch ein: War in 2003 bei den Studienanfängerinnen im Maschinenbau noch ein Zuwachs von 19,7% zu verzeichnen, so gehen 2004 die Zahlen um 22,7% (!) zurück. Absolut bedeutet dies, dass mehr als 1.500 Frauen weniger als im Vorjahr sich für ein Studium in diesem Bereich eingeschrieben haben (2003: 6.898 Studienanfängerinnen, 2004: 5.331 Studienanfängerinnen).

Eine Betrachtung dieser Entwicklung differenziert nach Hochschultyp zeigt zudem, dass an den Fachhochschulen der Einbruch der Studienanfängerinnenzahlen deutlich stärker ist als an den Universitäten: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Frauen im Maschinenbau an den Fachhochschulen um 26,6% reduziert, während an den Universitäten der Rückgang mit 16,1% um mehr als 10 Prozentpunkte niedriger lag.

Neben kurzen Kommentierungen der aktuellen Entwicklungen der Studierenden-, Prüfungs- und Personalstatistiken, werden umfangreiche Datentabellen zum Download auf der Website www.kompetenzz.de zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen: http://www.kompetenzz.de/daten_fakten/studium_daten_fakten
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