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Der Animago: Ein optimales Pflaster - Erneut sechs Auszeichnungen für die FH Nürnberg

16.05.2005 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg

Fast immer, wenn im Frühjahr beim "animago", dem bedeutendsten Wettbewerb für digitale Bildgestaltung im deutschsprachigen Raum, die Auszeichnungen vergeben werden, können sich Filmarbeiten der Designer der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule in die Liste der prämierten Werke eintragen. So auch diesmal beim animago 2005, der Ende April in Stuttgart vergeben wurde. Im Bereich "Education" heimsten die Studierenden von Prof. Jürgen Schopper insgesamt sechs Auszeichnungen ein , davon allein drei erste Preise. Aus rund 1.300 Arbeiten der "Digital Content Creation" - so der filmische Fachbegriff - hatte eine internationale Jury die besten aus den Bereichen "Still", "Animation", "Compositing", "Interactive" und "Games" ausgewählt. Über 1.000 Teilnehmer aus genau 50 Ländern hatten sich in diesem Jahr beworben - darunter auch China, Südafrika und sogar Grönland: Gleich ein halbes Dutzend Mal schlugen dabei die Ohm-Designer aus der Talentschmiede von Prof. Jürgen Schopper zu, der an Bayerns zweitgrößter FH die Fächer "Film und Animation" lehrt.

Nachrichten im neuen Look
Einen 1. Preis gab es im Bereich "Compositing" für ein neues "OnAir-Design" für den Nachrichtensender N24. Sebastian Jäger, Frank Jiricek und Christoph Schuler, die erst vor Kurzem mit Videoproduktionen für die Band Kettcar von sich Reden machten, hatten innerhalb einer Studienarbeit zusammen mit Andreas Alesik, der als 3D-Artist bei dem Projekt tätig war, die Aufgabe, eine fiktive Station-ID für N24 zu gestalten. Via 3D-Tracking und Compositing wurden real gefilmte Aufnahmen und 3D-Animationen miteinander verwoben. Die dreidimensionalen Elemente umgeben die Darsteller, sie interagieren miteinander und schaffen ein stimmiges Gesamtbild für N24.

Reisen in der Zeit
Die Kategorie "Animation-Intro" entschied das Duo Marion Klaußner und Bukela Campbell für sich. Die beiden Studentinnen entwickelten ein "Title-Design" für den fiktiven Polit-Thriller "Beyond Time". Was wäre, wenn eine kleine Firma eine Zeitmaschine erfinden würde, mit deren Hilfe man Börsencrashs oder politische Ereignisse rückgängig machen kann? Um diese spannende Frage dreht sich "Beyond Time", in dessen Title-Design der Betrachter eine Reise durch die Geschichte der Zeitmessung erlebt - angefangen bei der Sanduhr bis zum digitalen Zeitalter. Die rhythmische Musik und die Sprünge sollen dabei die kurzen Zeitsprünge versinnbildlichen. Sämtliche Sequenzen stellten Marion Klaußner und Bukela Campbell ohne real gedrehte Elemente allein mit "Soft-Image XSI" her. Der 1. Platz beim animago war übrigens nicht die erste Auszeichnung für "Beyond Time", beim Wettbewerb zum "uDayIII" der Fachhochschule Voralberg erreichten die beiden einen hervorragenden dritten Rang mit ihrer Arbeit.

Rang 1 und 3 für zwei Ohm-Rolle-Trailer
Weiterhin mit einem 1. Rang beim animago 2005 wurden Lars Fischer und Thomas Bedenk ausgezeichnet. Ihr Trailer für die "Ohm-Rolle 2004 - Fall Collection", die halbjährliche Werkschau der Nürnberger Nachwuchsfilmer, überzeugte die Jury und landete in der Kategorie "Compositing Trailer" ganz vorne. In nur einer Woche hatten Bedenk und Fischer ihre Arbeit in "3DstudioMax" und "After Effects" realisiert. Der atmosphärische Soundtrack wurde extra für den Trailer gemacht und auf die Visuals getimed, eine professionell eingesprochene Off-Stimme rundet die Siegerarbeit ab.

Ein weiterer Trailer für die Ohm-Rolle, diesmal für die Ausgabe Spring-Collection 2004, ergatterte einen 3. Platz in der Kategorie "Animation Trailer". Produzentinnen waren abermals Marion Klaußner und Bukela Campbell, die nach "Beyond Time" somit gleich zwei Mal eine Ehrung in Empfang nehmen durften. Die beiden visualisieren darin die Begriffe Musikvideo, Werbespot und Station-ID. Herausforderung war es, abstrakte Bildwelten zu schaffen, die sich deutlich von einander unterscheiden und jeweils zu den Schlüsselbegriffen passen. Zeitgleich musste dabei ein durchgängiger grafischer Stil beibehalten werden.

"Stummer Schatten" holt Bronze
Der Titelanimation "Stummer Schatten" gelang es ebenfalls, Bronze in der Kategorie "Compositing Intro" zu ergattern. Verantwortlich für diese Arbeit zeichneten die Studierenden Thomas Bedenk, Urs Bade, Carolin Nölscher, Sergei Kleptcha und Claes Wikdahl. Der Film zeigt einen Autounfall, bei dem zwei Frauen mit ihrem Wagen ins Wasser stürzen; die Fahrerin kann sich retten, ihre beste Freundin ertrinkt. Die Überlebende fühlt sich schuldig, noch dazu, da sie sich obendrein in den Verlobten der Toten verliebt. Innere Konflikte quälen sie. Der Titel baut sich aus zwei Handlungssträngen auf: Allem voran musste ein Konzept entwickelt und erprobt werden. Nach umfangreichen Vorarbeiten sparte das Team beim Dreh am Walchensee nicht mit umfangreichen Effekten: Alleine für die drei Fotos, bei denen das Auto ins Wasser fällt, erstellten sie eine komplette HDRI-Sphere und vermaßen Camera-Match-Daten. Den zweiten großen Part stellte dann die Generierung der "Unterwasser-3D-Auto-Versinkanimation", die im realistischen Look gelang.
Trailer international
Last but not least gab es für den Trailer für das "5 th Annual Festival of German Cinema", das unter dem Motto "Made in Germany" deutsche Filme einem internationalem Publikum vorstellt, einen hervorragenden 4. Platz. Christian Wieser hatte das Projekt als Diplomarbeit für seinen Kunden gestaltet, die German Films Service+Marketing, das nationale Informations- und Beratungszentrum für den Export deutscher Filme, das seine Werke jährlich beim traditionsreichen AFI-Festival in Los Angeles präsentiert. Primäres Ziel des Trailers war es, die Zuschauer auf die beworbene Programmreihe aufmerksam zu machen. Den Schwerpunkt bilden räumlich animierte Linieninformationen, die zu musikalischen Akzenten animiert wurden. Gearbeitet hat Chris Wieser dabei in 2K-Filmauflösung, wobei die komplett digital gefertigten Bilder schließlich mit dem sogenannten "ARRI-Laser" auf Film ausbelichtet wurden.

Sechs Auszeichnungen - wie schon im Vorjahr - zeugen erneut von der hohen Qualität und großen Professionalität der Arbeiten, die die Schützlinge von Prof. Jürgen Schopper Semester für Semester im Fach Film und Animation an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule abliefern. Weitere Infos über die Projekte im Internet unter www.ohmrolle.de, www.bedenk.de/sign oder www.chris-wieser.com.

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Rückfragen von Medienvertretern bitte an Prof. Jürgen Schopper, Telefon 09 11 / 58 80 26 30 bzw. juergen.schopper@fh-nuernberg.de. Gerne hilft Ihnen auch die Pressestelle der Fachhochschule. Kontakt: 09 11 / 58 80 41 01 oder presse@fh-nuernberg.de (Marc Briele). Wir stellen auf Anfrage Kontakte zu den jungen Filmemachern her und vermitteln persönliche Gespräche oder Interviews.

Weitere Informationen: http://www.ohmrolle.de http://www.bedenk.de/sign http://www.chris-wieser.com
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