Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Oktober 2014 

16. Bamberger Hegelwoche hinterfragt die "Agenda Humanität"

17.05.2005 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Der Traum vom Wohlstand der Nationen und das Ideal eines Lebens in Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit prägten die Entwicklung zur modernen Gesellschaft. Doch die konkreten Mittel, die das Erreichte zu garantieren und den Fortschritt weiter voranzutreiben versprachen, haben sich längst als zwiespältig erwiesen. Die Grenzen des Wachstums, das Ausmaß an Armut in der Welt und ein weithin anonymer Prozess der Globalisierung zwingen erneut, nach der gemeinsamen Zukunft der Menschheit und nach den Grundlagen einer humanen Welt zu fragen. Die 16. Bamberger Hegelwoche vom 7. bis 9. Juni stellt die Frage: "Agenda Humanität: Wie sicher ist die Zukunft?".

Als Referenten konnten in diesem Jahr folgende Gäste gewonnen werden:

Prof. Dr. Hermann Lübbe, Honorarprofessor für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Zürich, spricht am 7. Juni über "Die Weltgesellschaft - Globalisierung kulturell, technisch und politisch". Von 1971 bis 1991 war er ordentlicher Professor, von 1975 bis 1978 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Lübbe ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und wurde vielfach ausgezeichnet. Die Einführung an diesem ersten Tag liefert Prof. Dr. Roland-Schaefer von der Universität Bamberg unter dem Titel "Die Zukunft der Humanität".

Nach einer Einführung des Bamberger Philosophen Prof. Dr. Christian Schröer über die "Verantwortung in einer veränderten Welt" stellt am 8. Juni Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker die Frage "Erlaubt die Globalisierung noch langfristiges Handeln?". Von Weizsäcker ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. Als Naturwissenschaftler lehrte er an der Universität Essen, war von 1981 bis 1984 Direktor am UNO-Zentrum für Wissenschaft und Technologie, von 1984 bis 1991 Direktor am Institut für Europäische Umweltpolitik. Zehn Jahre als Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen folgten. Seit 2003 ist er Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler.

Der letzte Tag der diesjährigen Hegelwoche am 9. Juni beginnt mit einem Kurzvortrag von Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld, Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie I an der Universität Bamberg, über "Globalisierung und die Veränderung der Lebensläufe in modernen Gesellschaften". An der darauf folgenden Podiumsdiskussion ist neben den genannten Referenten auch Dr. Wolfgang Wagner beteiligt. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Frenzelit-Werke in Bad Berneck ist seit 1995 Präsident der Industrie- und Handelskammer Oberfranken, seit 1998 Mitglied im Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Die Podiumsdiskussion moderiert Ulrike Leutheusser. Die Journalistin leitet seit Januar 2001 den Programmbereich Wissenschaft - Bildung - Geschichte im Bayerischen Fernsehen.

Die 16. Bamberger Hegelwoche wird veranstaltet von der Otto-Friedrich-Universität, dem Medienhaus Fränkischer Tag und der Stadt Bamberg. Sie findet in der AULA der Universität Bamberg, Dominikanerstraße 2a, statt. Die Vorträge beginnen jeweils um 19:15 Uhr. Unterstützt wird die Bamberger Hegelwoche von der Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH und dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Wir würden uns freuen, Sie bei der Bamberger Hegelwoche 2005 begrüßen zu dürfen.

uniprotokolle > Nachrichten > 16. Bamberger Hegelwoche hinterfragt die "Agenda Humanität"
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/99694/">16. Bamberger Hegelwoche hinterfragt die "Agenda Humanität" </a>