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FH-Forschung für bessere Krankenhäuser

18.05.2005 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Kosten senken und zugleich Qualität steigern: vor dieser Herausforderung stehen Krankenhäuser im Zuge der Gesundheitsreform. Diese Aufgabe ist schwierig, aber durchaus lösbar, wenn man den richtigen Partner an seiner Seite hat. Das beweist die Forschungskooperation dreier deutscher Krankenhäuser mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Winfried Zapp und seinem Team von der Fachhochschule Osnabrück.

Gesundheitsreform ist heute in aller Munde. Politik, Krankenkassen und auch Patienten fordern von Krankenhäusern Verbesserung ihrer Leistungen bei gleichzeitiger Kostensenkung. Um diese Herausforderung zu meistern, müssen sich Krankenhäuser von alten Denkmustern verabschieden und unternehmerisch denken und handeln lernen. Die Fachhochschule Osnabrück, die seit über 25 Jahren Know-how beim Einsatz der Betriebswirtschaftslehre im Gesundheits- und Pflegebereich sammelt und vermittelt, ist dabei ein idealer Forschungspartner für Krankenhäuser auf Suche nach innovativen Lösungen.

Eine der großen Umwälzungen der letzten Jahre war die Einführung eines neues pauschalierten Entgeltsystems Anfang 2004. Dieses Vergütungssystem ist für alle Krankenhäuser verbindlich und führt zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck unter den Krankenhäusern.Die pauschalierte Vergütungsform bevorzugt preiswertere Behandlungen bei gleicher Wirksamkeit. Leistungen, die über das absolut notwendige Maß hinaus gehen, belasten fortan nicht mehr die Sozialleistungsträger, sondern die Krankenhäuser selbst.

Um diesem Risiko begegnen zu können, sind dem Krankenhausmanagement geeignete Instrumente in die Hand zu geben, um wirtschaftlich lenken zu können. Krankenhäuser müssen in der Lage sein, ihr Indikationsspektrum regelmäßig nach ökonomischen Gesichtspunkten zu durchleuchten. Für die Geschäftsführung der Krankenhäuser wird es also unerlässlich, ihre Leistungs-, Kosten- und Organisationsstrukturen zu überprüfen.

Dabei soll das wissenschaftliche Team der FH Osnabrück im Rahmen eines Forschungsprojekts die drei daran beteiligten Krankenhäuser unterstützen. Gemeinsam mit dem Klinikum Kassel, dem Lukas-Krankenhaus aus Bünde sowie dem Oldenburgischen Pius-Hospital werden Prof. Dr. Winfried Zapp und seine wissenschaftlichen Mitarbeiter Uwe Bettig und Wiebke Weißmann zunächst die bestehenden Kostenrechnungssysteme analysieren. Danach folgt die Konzeption und Implementierung der Deckungsbeitragsrechnung in diesen Gesundheitseinrichtungen.

Mit Hilfe dieses Managementinstruments können die Krankenhäuser feststellen, welchen Beitrag die einzelnen erbrachten Leistungen zum geplanten Gesamtergebnis leisten. Davon ausgehend werden die Krankenhausmanager dann Entscheidungen über ihre zukünftige Leistungsprogrammplanung treffen. Die ökonomischen Analysen, medizinisch-pflegerische Prozesse und Verwaltungsabläufe unter einen Hut zu bringen und dadurch die Gesamtleistung der Krankenhäuser zu optimieren, ist das Ziel dieses Forschungsvorhabens.

Das Projekt läuft bis Ende Dezember 2005 und wird finanziert durch die Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen (AGIP). Weitere Informationen sind erhältlich unter Tel.: 969-3220, E-Mail: bettig@wi.fh-osnabrueck.de oder http://www.wi.fh-osnabrueck.de/6264.html.

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