Chemie in China studieren: Ausbildung auf internationalem Niveau

01.06.2005 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gewinnt das Land der aufgehenden Sonne in der Chemie an Boden zurück - und das gewaltig. Während die EU-Mitgliedstaaten noch lange damit beschäftigt sein werden zu ergründen, wie sie in Zukunft exzellente Chemiker ausbilden, tut es China. Einen umfassenden Überblick über das Chemiestudium innerhalb des chinesischen Bildungssystems und dir Top-Universitäten gibt die Chemikerin Ma Lian in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Nachrichten aus der Chemie". Nicht zuletzt wegen der Ein-Kind-Politik halten Eltern und Öffentlichkeit chinesische Kinder dazu an, akademische Höchstleistungen zu erbringen. Der Erfolg: In Großstädten mit hervorragenden Universitäten wie Peking oder Schanghai entscheiden sich bis zu 40 Prozent der Schulabgänger für ein Universitätsstudium, obwohl der Weg auf eine hervorragende Hochschule hart ist.

Wer sich einen Studienplatz für Chemie, Chemie-Ingenieurwesen oder Verfahrenstechnik an einer Top-Universität wie der Peking University oder der Fudan-University in Schanghai erarbeitet hat, erhält eine Ausbildung meist auf internationalem Niveau; Auslandserfahrung inklusive: Mehr als 30 Prozent der Studenten gehen nach ihrem Bachelor-Abschluss ins Ausland, um dort ihre Studien zu vertiefen; bei Absolventen mit Master- oder Doktorgrad steigt der Prozent auf bis zu 60 Prozent.

Aber auch für diejenigen, die ihr Heimatland nicht verlassen möchten, sind die Bedingungen gut: Da die einheimische chemische Industrie traditionell nur selten eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen unterhält, kooperieren viele chinesische Chemie-Unternehmen mit Hochschulen - und rekrutieren dort den Nachwuchs.

Ma Lian, promovierte Chemikerin und Führungskraft der BASF in Asien, beschreibt das Ausbildungssystem ihres Heimatlandes, die Möglichkeiten für chinesische Schulabgänger sowie die Top-Universitäten Chinas in der aktuellen Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie". Interessierte erhalten das Heft kostenlos bei der Redaktion "Nachrichten aus der Chemie"; nachrichten@gdch.de.