Hormontherapie - Fluch oder Segen?

02.06.2005 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Hormone - ja oder nein? Ergebnisse großer Studien über mögliche Zusammenhänge zwischen Hormon-Einnahme und Brustkrebs haben viele Frauen in den Wechseljahren verunsichert. Gleichzeitig hat auch bei vielen Frauenärzten ein Umdenken eingesetzt. So werden Hormonpräparate zur Behandlung typischer Beschwerden in den Wechseljahren zunehmend seltener verschrieben. Auf der anderen Seite boomt der Markt bei den pflanzlichen Präparaten. Sind die aber wirklich so harmlos und wirksam wie die Werbung verspricht? Und was ist denn tatsächlich aufgrund der neuesten Forschungsergebnisse von der klassischen Hormontherapie zu halten?

Diese und viele andere Fragen in Zusammenhang mit den Wechseljahren (Menopause) bewegen nicht nur betroffene Frauen, die unter Hitzewallungen, Schlafstörungen und anderen klimakterischen Beschwerden leiden, sondern gleichermaßen auch die behandelnden Ärzte. Über aktuelle Aspekte auf diesem Gebiet informieren sich etwa 100 bis 200 Mediziner vom 17. bis 18. Juni 2005 beim Kongress der Deutschen Menopause Gesellschaft am Universitätsklinikum Münster (UKM). Wissenschaftlicher Leiter der Tagung ist der amtierende Präsident dieser Fachgesellschaft und Direktor der Frauenklinik des Universitätsklinikums Münster, Prof. Dr. Ludwig Kiesel. Wichtige Themen beim diesjährigen Kongress sind neben der Hormontherapie unter anderem auch die Vorbeugung einer Osteoporose, deren Risiko mit Einsetzen der Menopause steigt, sowie der Wunsch vieler Frauen nach einem "Anti-Aging".
Weitere Informationen: http://www.unifrauenklinik-muenster.de/