Neue BMBF-Broschüre bietet spannende Einblicke in Einsteins unverhofftes Erbe - Quanteninformationstechnologie

20.06.2005 - (idw) Projektträger im DLR

"Früher fürchtete man, die Phänomene der Quantenmechanik könnten die Entwicklung der Computer bremsen. Die Elektronen schienen unbeherrschbar. Heute scheint es eher so zu sein, dass diese physikalischen Möglichkeiten die Miniaturisierung der Computer voranbringen werden", so Prof. Klaus von Klitzing, Physik-Nobelpreisträger des Jahres 1985 und Koordinator des Förderschwerpunktes "nanoQUIT" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die neue BMBF-Broschüre "Einsteins unverhofftes Erbe - Quanteninformationstechnologie" soll dem interessierten Leser einen Eindruck zu diesem faszinierenden Thema, über die Entwicklung der Quantentheorie sowie den aktuellen Stand der Forschung in Deutschland vermitteln.

Die hohe Aktualität der Quantentheorie sieht man gerade heute, im Einsteinjahr 2005, hundert Jahre nach Einsteins bahnbrechender Erklärung des Photoeffekts mit der Lichtquantenhypothese Max Plancks. Überall, im Fernseher, Mobiltelefon oder DVD-Player, sind Quanteneffekte zu finden.
Mit dem spannenden Bereich der Quanteninformationstechnologie wird ein neues Kapitel der Kommunikationstechnik aufgeschlagen werden. In aller Welt wird mit Hochdruck daran gearbeitet, zukünftig mit Quanten rechnen zu können oder sichere Kommunikationswege zu ermöglichen. "Wir können heute einzelne Elektronen in kleine Boxen einsperren, sie gezielt vernetzen oder aus einem einzelnen Elektron einen Mini-Transistor bauen", so von Klitzing. Gerade im Einsteinjahr 2005 zeigt sich, dass Einsteins Erben auf den Spuren ihres berühmten Vordenkers einen großen Beitrag dazu leisten, Deutschlands Spitzenstellung auf dem Gebiet der Informationstechnologien auch in Zukunft zu erhalten.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Ralph Dieter
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Projektträger im DLR
Basistechnologien für die Kommunikationstechnik
Linder Höhe
51147 Köln
Tel.: 02203/601-3350
Fax: 02203/601-2866

Die Veröffentlichung kann kostenlos bestellt werden unter:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Postfach 30 02 35
53182 Bonn
Tel.: 01805-262302
Fax: 01805-262303 (jeweils 0,12 ¤/min. aus dt. Festnetz)

Zum Download steht das Magazin unter: http://www.bmbf.de bereit.