Klinik für "Teddy & Co" hat am 30. Juni in Jena Sprechstunde

25.06.2005 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jenaer Medizinstudenten sind wieder als "Teddy-Doktoren" in der Uni-Kinderklinik im Einsatz (Jena) Eine ganz besondere Spezial-Sprechstunde für besorgte Kuscheltier-Eltern veranstalten am Donnerstag, den 30. Juni, die Medizinstudenten am Universitätsklinikum Jena. Einen Tag lang öffnet hier im Hof der Uni-Kinderklinik das Teddybär-Krankenhaus seine Pforten, um verletzte Kuscheltiere und erkrankte Lieblingspuppen zu behandeln. Doch nicht die kranken Teddys sind die wahren Hauptpersonen des Tages, sondern ihre "Eltern" - Jenaer Kindergartenkinder zwischen 4 und 6 Jahren. Eingeladen in die Teddy-Klinik, die von 8:30 bis 14.00 Uhr geöffnet hat, sind alle Jenaer Kindergartengruppen.

"Mit dem Besuch in der Teddy-Klinik wollen wir den Kindern die Angst vor einem Besuch in der richtigen Klink und den Ärzten im weißen Kittel nehmen", erklärt Anita Heniger, eine der Mitorganisatorinnen der studentischen Aktion. "Die Abläufe sind daher auch so echt wie möglich: Es gibt ein Wartezimmer, Aufnahmegespräche, Untersuchungen bis hin zum Röntgen und natürlich auch eine Behandlung." Im Gegensatz zum realen Krankenhaus muss aber niemand dableiben, alle Patienten können wieder nach Hause gehen. "Die Teddy-Klinik ist auch eine gute praktische Übung für uns Studenten", sagt Christiane Kliemann, die wie auch die anderen 60 "Teddy-Ärzte im Einsatz" Medizin im 4. Semester studiert. Denn auch wenn das Röntgengerät ein Polylux ist und die "Chirurgen im OP" Knopfaugen mit Nadel und Zwirn annähen - das Gespräch und der Umgang mit den kleinen Patienten-Angehörigen sind realistisch. "Die häufigsten Krankheiten im Teddy-Krankenhaus sind Knochenbrüche, Kopf- und Bauchschmerzen", so Anita Heniger, "aber manchmal kommt auch ein Kind, dessen Kuscheltier Krebs hat oder eine andere ernste Krankheit". Dann wird auch in der Teddy-Klinik ein Arzt zur "Konsultation" geholt: Diese Aufgabe übernimmt Assistenzärztin Dr. Tina Rating aus der Kinderklinik, die gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Brandl, dem Direktor der Abteilung für Neuropädiatrie der Jenaer Kinderklinik, den jungen Teddy-Ärzten beratend zur Seite steht und auch im Vorfeld bei der Organisation und den umfangreichen Vorbereitungen - den Schulungen der Studenten - mitgewirkt hat.

Die Teddy-Klinik ist ein Projekt der europäischen Medizinstudentenorganisation EMSA und wird vom EMSA Jena bereits zum 4. Mal veranstaltet. In Deutschland finden ähnliche Teddy-Kliniken in mehreren Bundesländern statt.

30. Juni 2005, 8:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Teddybär-Krankenhaus der Jenaer EMSA-Studenten
Innenhof der Kinderklinik des Universitätsklinikums Jena
Kochstraße 2, 07743 Jena

Ansprechpartnerin:
Johanna Wittke
EMSA-Jena
Tel.: 0176 23140956