Studienbeginn erleichtern!

04.07.2005 - (idw) Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung

PM 24/2005

Studienbeginn erleichtern!

Schule, Hochschule und Praxis müssen noch intensiver zusammenarbeiten, um angehenden Studierenden den Weg in die Hochschule zu erleichtern. Das ist das Ergebnis eines umfangreichen Berichts, der heute gemeinsam von Bund und Ländern vorgelegt wurde.
Der Bericht mit dem Titel "Kooperative Strukturen an der Schnittstelle Schule / Hochschule" beruht auf einer Umfrage bei Bund, Ländern und der Bundesagentur für Arbeit.

Er listet zahlreiche hervorragende Beispiele funktionierender Beratungsmodelle auf (z.B. Hochschulinformationstage, Schnupperstudien, Schülerlabore, Wettbewerbe oder Schüler/innenstudium für besonders Begabte).

Der Bericht macht aber auch Defizite deutlich und gibt Vorschläge zur Verbesserung.

So empfiehlt die BLK u.a.:

- die schulinterne Beratung und Vorbereitung auf das Studium und den Beruf so zu gestalten, dass sie den aktuellen Anforderungen entsprechen. Wichtig ist beispielsweise eine fundierte Beratung über die gestufte Studienstruktur oder über die neuen Auswahlrechte der Hochschulen, gegebenenfalls verbunden mit einer Vorbereitung auf hochschulinterne Auswahlgespräche;

- eine dafür notwendige Verbesserung des Wissens von Lehrer/innen über die Berufs- und Arbeitswelt und deren Anforderungen sowie über das Hochschulwesen mit seinen aktuellen Entwicklungen, z. B. über entsprechende Angebote in der Lehrerfortbildung bzw. in der Lehrerbildung;

- mehr Vor- und Brückenkurse einzurichten. Dies sind spezielle Angebote der Hochschulen, mit denen Schülerinnen und Schüler noch vor Aufnahme des Studiums bzw. direkt nach Studienbeginn bestehende Qualifikationsdefizite ausgleichen können, z.B. in der Mathematik oder in den Naturwissenschaften. Solche Kurse tragen zugleich zur Straffung des gesamten Studienverlaufs bei, da unterschiedliche Leistungsstufen ausgeglichen werden können.

Der Bericht wird als BLK-Veröffentlichung in der Reihe "Materialien zur Bildungsplanung und zur Forschungsförderung" veröffentlicht und ist dann auch über Internet unter www.blk-bonn.de abrufbar.
Weitere Informationen: http://www.blk-bonn.de