Flierl und Ganten drängen auf Tarifabschluss an der Charité

20.08.2005 - (idw) Charité-Universitätsmedizin Berlin

Berlin, 19. August. In seiner heutigen außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Charité den Zwischenbericht des Vorstandes über den Stand der Tarifverhandlungen beraten und zur Kenntnis genommen. Dabei standen Fragen der Beschäftigungssicherung, der Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich und der begleitenden Unternehmensstrategie im Vordergrund.

Vorstand und Aufsichtsrat erwarten, dass sich alle Berufsgruppen an der Konsolidierung beteiligen, die für die erfolgreiche Umsetzung des Unter-nehmenskonzeptes unabdingbar ist. Der Vorsitzende des Aufsichtsrat misst dabei dem Abschluss eines Tarifvertrages besondere Bedeutung zu und unterstützt die Verhandlungsposition des Vorstandes. "Ich unterstütze den Vorstand in seinem bestreben, die begonnenen Tarifverhandlungen fortzuführen und erwarte, dass die Tarifparteien ihrer Mitverantwortung für die Zukunftsfähigkeit der Charité gerecht werden. Drohende Arbeitskämpfe und unkalkulierbare Personalkostenbudgets wären sonst die Folge."

Kritisch bewertet wurde die Forderung der Gewerkschaften nach einem automatischen Übergang auf das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst im Jahr 2011, der von der Charité nicht geschultert werden könne.

Im Mittelpunkt der Klausurtagung des Aufsichtsrat stand die Weiterentwicklung und Umsetzung des Unternehmenskonzeptes "Charité 2010". Dabei hat der Aufsichtsrat die Planung des Vorstandes für die Bildung von 17- zum Teil standortübergreifenden Zentren beraten. Am 30. September wird der Aufsichtsrat dazu erste Entscheidungen treffen.

Für die Umsetzung des Unternehmenskonzeptes, das darauf zielt, eine für das Jahr 2010 prognostizierte Ertragsverbesserung von 266 Millionen Euro zu gewährleisten, zeichnet sich an den bestehenden Standorten ein Flächenkonsolidierungspotenzial von über 25 Prozent ab. Dieses soll u.a. durch Aufgabe von Außenstandorten und Verdichtung an den Kernstandorten erreicht werden.

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