Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

23.08.2005 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Unter dem Patronat der New York Academy of Sciences, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Crohn's & Colitis Foundation of America werden vom 2. bis 3. September im münsterschen Schloss mehr als 400 Experten aus Europa, Amerika, Asien und Australien zum gegenwärtigen Stand und möglichen diagnostisch-therapeutischen Perspektiven chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) referieren und diskutieren. Die Organisation der Veranstaltung liegt in den Händen der Medizinischen Klinik und Poliklinik B des Universitätsklinikums Münster (UKM) mit ihrem Direktor Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfram Domschke. Als Co-Organisatoren fungieren Prof. Dr. M. Kagnoff (San Diego), Prof. Dr. L. Mayer (New York) und Prof. Dr. S. Targan (Los Angeles).

In Deutschland leiden etwa 200.000 Menschen an Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, den beiden häufigsten CED. Jährlich kommen annähernd 15.000 neue Patienten hinzu. Hauptsymptome dieser meist lebenslang bestehenden Krankheiten sind blutige beziehungsweise schleimig-eitrige Durchfälle mit Bauchschmerzen und häufig Fieber.
Auf dem münsterschen Kongress wird im Rahmen von 41 Plenarvorträgen und über 200 Poster-Präsentationen den Ursachen dieser Darmerkrankungen nachgegangen: Dazu gehören die genetische Disposition, Defekte in der Barrierefunktion und immunologischen Reaktion der Dünndarmschleimhaut sowie eine gestörte mikrobielle Flora des Darminhalts. Ziel ist es, den eindrucksvollen Erkenntnisgewinn bezüglich der CED-Entstehung in neue, wirkungsvolle Therapiekonzepte umzusetzen.

Dieser Übersetzungsprozess soll durch die Struktur des Kongresses gefördert werden: In diskussionsintensiven Sitzungen widmen sich Grundlagenwissenschaftler und Kliniker interaktiv dieser Aufgabe. Darüber hinaus dient die Veranstaltung der Vertiefung des wissenschaftlichen Austausches zwischen US-amerikanischen und europäischen CED-Forschungszentren sowie der Intensivierung persönlicher und fachlicher Kontakte zwischen etablierten, international renommierten Experten und jüngeren Wissenschaftlern, die sich in der CED-Forschung bereits größere Verdienste erworben haben. Nicht zuletzt wird durch den Kongress in seinem besonderen Format die international anerkannte Position der Medizinischen Klinik und Poliklinik B des UKM auf dem Gebiet der
Erforschung und Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen gewürdigt.

Nähere Informationen zum Kongress sind im Internet unter www.ibd2005.com abrufbar.
Weitere Informationen: http://www.ibd2005.com/