In fremden Sprachen sprechen

18.10.2005 - (idw) Universitaet Karlsruhe (TH) - Forschungsuniversitaet, gegründet 1825

Pressekonferenz: Neue Technologie übersetzt simultan in beliebigen Situationen Pressekonferenz: Neue Technologie übersetzt simultan in beliebigen Situationen
Je mehr unsere Welt zusammenwächst, um so mehr erfordert sie eine Kommunikation und Verständigung über verschiedene Sprachen hinweg. Zunehmend möchten wir Vorträge, Fernsehen, Radio oder Gespräche anderer Sprachen verstehen, ohne die Sprache selber zu beherrschen. In absehbarer Zeit wird dies möglich sein. Wissenschaftler des "international center for Advanced Communication Technologies" (interACT), einem gemeinsamen Forschungszentrum der Universität Karlsruhe und der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, Pennsylvania, USA, haben ein System entwickelt, das in beliebigen Gesprächssituationen gesprochene Sprache simultan übersetzen kann. Professor Alex Waibel, der eine Professur an beiden Universitäten hat, ist Direktor von interACT und leitet das Projekt.

"Wir haben über das vergangene Jahrzehnt hinweg Taschenübersetzer entwickelt, etwa für eine Hotelreservierung, Reiseplanung oder für medizinische Versorgung", erklärt Waibel. "Unsere Neuentwicklung kann nun auch unbeschränkte Themen und Gesprächssituationen wie Vorträge oder Ansprachen simultan übersetzen - eine absolute Neuheit." Ganz neu sind auch Techniken, mit denen die übersetzte Sprache ausgegeben wird: ein neuartiges ultraschall Lautsprechersystem richtet einen akustischen Strahl auf einen bestimmten Zuhörer, dieser hört die Übersetzung, sein Nachbar direkt neben ihm bleibt aber davon ungestört. Eine weitere Technik sind "Sprachbrillen", bei denen der Zuhörer die Simultanübersetzung in die Brille projiziert bekommt und dort mitlesen kann. Begonnen hat Waibels Team mit der Übersetzung vom Englischen ins Spanische, zur Zeit arbeiten sie auch an deutscher Sprachübersetzung, alle Sprachen der Welt sind aber prinzipiell denkbar.

Für die Zukunft entwickelt das Team auch Techniken, mit denen es möglich sein wird, direkt eine fremde Sprache zu sprechen ohne diese zu beherrschen. "Wir greifen elektrische Signale an Mund und Hals direkt ab, diese werden als Sprache erkannt, übersetzt und dann in einer anderen Sprache hörbar ausgegeben. Der Sprecher bewegt nur den Mund und eine fremde Sprache ertönt", erklärt Waibel.

Wie diese Technologien funktionieren und wie sie die Kommunikation in einer zunehmend globalisierten Welt verändern werden, erklären Waibel und sein Team in einer

gemeinsamen Pressekonferenz an der Carnegie Mellon University und der Universität Karlsruhe (TH)
am Donnerstag, 27. Oktober,
um 15 Uhr im Gebäude der Informatik, Fasanengarten 5, Raum 202
an der Universität Karlsruhe (TH).

Waibel selber wird zu diesem Zeitpunkt die Pressekonferenz in den USA leiten und per Videokonferenz und Internet in Karlsruhe zugeschaltet sein. Sein englischer kurzer Vortrag wird mittels der neuen Technologien ins Spanische, und auch zur Demonstration stückweise ins Deutsche, übersetzt. Fragen werden zu diesem Zeitpunkt per Videokonferenz beantwortet. Vor Ort wird Dr. Tanja Schulz, Professorin an der Carnegie Mellon, für Fragen zur Verfügung stehen. Für Fernsehsender stehen Aufnahmen zur Verfügung.

Für persönliche Interviews, Gespräche und Demonstrationen vor Ort steht Waibel am 28. Oktober auch in Karlsruhe zur Verfügung. Bitte sprechen Sie einen Termin ab.

Da die Plätze bei dieser Pressekonferenz beschränkt sind, bitten wir um verbindliche Anmeldung bis Dienstag, 25. Oktober. Sie erhalten eine Akkreditierung per Fax zugesandt. Bitte deshalb unbedingt Faxnummer angeben.

Weitere Informationen:
Margit Rödder
Universität Karlsruhe (TH)
InterACT - Presse und Kommunikation
Telefon: +49 721/608-8676
Mobil: +49 162/27 78 790
E-Mail: roedder@ira.uka.de

Antwort bis 25. Oktober 2005, erforderlich!
Fax: 0721/608-3658

Am der Pressekonferenz

am Donnerstag, 27. Oktober 2005, 15 Uhr,
an der Universität Karlsruhe

nehme ich

o teil

o nicht teil.

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