Erweiterung der Fachhochschule Fulda

19.10.2005 - (idw) Fachhochschule Fulda

Hessischer Wissenschaftsminister Udo Corts leitet Umbaumaßnahmen ein Grundsteinlegung und Richtfest sind bei Umbaumaßnahmen nicht üblich - deshalb nahm der hessische Wissenschaftsminister Udo Corts am Mittwoch dieser Woche die Enthüllung des Bauschildes zum Anlass, den Beginn der Erweiterung, der Umbau der Gebäude L bis P der Fachhochschule Fulda zu feiern.

Corts: "Mit diesem Neubau und einer umfassenden Gestaltung der Außenanlagen werden die beiden architektonisch so unterschiedlichen Ensembles dann auch äußerlich zu einer Einheit zusammenwachsen. Ich finde es besonders erfreulich, dass damit die Fachhochschule Fulda gleichzeitig deutlich wachsen wird und ihren charmanten Campus-Charakter wahren kann. Die Fachhochschule Fulda ist mit ihren 4.500 Studierenden, die nicht nur aus der ganzen Republik, sondern auch zu einem guten Teil aus dem Ausland kommen, der bedeutendste Träger von Hochschulbildung und angewandter Forschung in der Region - und strahlt damit auch auf die Stadt Fulda selbst aus. Erst kürzlich wurde ja in der Innenstadt das neue Transferzentrum eingeweiht. Die Umbaumaßnahmen, für die wir heute hier den Startschuss geben und die weiteren geplanten Bauvorhaben werden diese Bedeutung der Hochschule - die noch weiter wachsen wird, davon bin ich fest überzeugt - auch in baulicher Hinsicht unterstreichen."

Seit dem Grunderwerb ist bereits einige Zeit vergangen. Bereits Ende 1999 wurden die rund 31.200 m² große Grundstücksfläche mit den fünf als Ensemble unter Denkmalschutz stehenden Kasernen und den sonstigen Gebäuden von der Bundesrepublik Deutschland zur baulichen Erweiterung der Fachhochschule Fulda erworben. Dem Vertragsabschluss waren langwierige Verhandlungen zwischen verschiedenen Interessenten über die Aufteilung der ehemaligen Bleidornkaserne nach dem Abzug des Bundesgrenzschutzes vorangegangen.
Der Präsident der Fachhochschule Fulda, Prof. Dr. Roland Schopf, dankte dem Minister für die tatkräftige Unterstützung in der Phase der vertraglichen Verhandlungen mit der Bundesvermögensverwaltung, der Stadt Fulda und der ÜWAG. Er wies in seiner Ansprache aber auch darauf hin, dass trotz der Baumaßnahme, die man jetzt vornehme, die Raumnot der FH gelindert, aber nicht behoben werde. Schließlich sei die Zahl der Studierenden in den etwa zehn Jahren, die zwischen Ankauf und tatsächlicher Nutzungsmöglichkeit vergehe, dann um viele Hundert angestiegen. Der Umbau dieser Kaserne sei zwar - wie auch Minister Corts betont hatte - ein weiterer Schritt zur Konsolidierung und Entwicklung der Fachhochschule Fulda. "Dem müssen aber noch weitere folgen," so der Präsident. Vor allem der Neubau der Hochschul- und Landesbibliothek sei dringend vonnöten. Schopf: "In diesem Neubau, der bereits in Planung ist, sollen dann auf einer Grundfläche von rund sechstausend Quadratmetern neben der Bibliothek, die zurzeit unter sehr beengten Räumlichkeiten leidet, auch weitere zentrale Einrichtungen der Hochschule untergebracht werden."

Schon seit Anfang Juni müssen die Mitglieder der Fachhochschule Fulda Baustellenlärm "ertragen". Vor den eigentlichen Umbaumaßnahmen wurde die Infrastruktur für alle Gebäude aufgebaut. Jetzt beginnen die umfangreichen Umbaumaßnahmen in den Gebäuden L, M und P - sie werden im Frühjahr 2007 den Fachbereichen Lebensmitteltechnologie, Pflege und Gesundheit, Elektro- und Informationstechnik, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Wirtschaft zur Nutzung übergeben. Auch die "Jungakademiker", die Krabbelgruppe "Akademinis", wird dann dort einen festen Platz haben. Erst nach Bezug dieser Gebäude können die Gebäude N und O freigemacht und umgebaut werden. Zum Beginn des Wintersemesters 2008/2009 können dann auch diese Gebäude genutzt werden; der Fachbereich Sozialwesen wird das Gebäude O beziehen, im Gebäude N werden verschiedene Unterrichtsräume eingerichtet.

Mit Abschluss der Umbaumaßnahmen stehen der Fachhochschule Fulda dann insgesamt weitere ca. 8.700 m² Hauptnutzfläche zur Verfügung. Die für die genannten Fachbereiche bestehenden räumlichen Defizite werden beseitigt - die Bedingungen für gute Forschung und Lehre werden eindeutig verbessert.
Das gesamte Vorhaben kostet insgesamt 20 Millionen ¤, wovon der Bund im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau rund die Hälfte trägt.

Corts bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Maßnahme beigetragen haben und weiterhin beitragen werden. Dies gelte auch und ganz besonders den beteiligten Mitarbeitern des Hessischen Baumanagements.
"Ich wünsche dem Vorhaben alles Gute und einen unfallfreien Verlauf," so der Minister zum Abschluss. Bevor der Minister Fulda wieder verließ, besichtigte er noch die Hochschul- und Landesbibliothek am Standort Heinrich-von-Bibra-Platz und das neue Transferzentrum der Fachhochschule.