PISA und die Frage: Was kommt danach? - 1. Kolloquium des Zentrums für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung

10.11.2005 - (idw) Technische Universität Dresden

Am 3. November 2005 wurden die Ergebnisse des nationalen PISA-E 2003-Vergleichs durch die Kultusministerkonferenz vorgestellt. Diese zeigen: Bildung in Deutschland ist nach wie vor stark von der sozialen Herkunft der 15-jährigen Jugendlichen abhängig. Es hat seit PISA 2000 eine leichte Verbesserung insbesondere in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundkompetenzen gegeben, aber der Abstand zur Weltspitze ist noch groß.

Anlässlich der neuen Daten diskutieren am 15. November 2005 Mitglieder und Gäste des Zentrums für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden zum 1. Kolloquium des Zentrums über "Pisa und die Lehrerausbildung". Dabei sollen vor allem Konsequenzen der aktuellen Ergebnisse für die Lehrerbildung thematisiert werden.
"Besonders notwendig ist eine verstärkte individuelle und frühe Förderung von Kindern aus sozial schwachen Familien. Hier müssen neue Lehr- und Lernmethoden greifen, die bereits in der Lehrerausbildung in den Bildungswissenschaften und den Fachdidaktiken eine stärkere Rolle spielen sollten", so Eva-Maria Stange, ZLSB. "Das aktuell vom ZLSB vorgelegte Konzept einer modularisierten, konsekutiven und integrierten Lehrerausbildung soll diesem Anspruch an der TU Dresden besser gerecht werden".

Als Gast wird Prof. Michael Neubrand, Institut für Mathematik Universität Oldenburg und Mitglied im PISA-Konsortium Deutschland, über "Konzepte zur Erfassung des professionellen Wissens deutscher Mathematiklehrer" referieren. Er ist maßgeblich an der vertiefenden Lehrerstudie COCTIV beteiligt, die untersucht, in wie weit Lehrkräfte der Mathematik die Voraussetzungen und Möglichkeiten haben, ihre Schüler kognitiv zu aktivieren.

Im Juni 2005 gründeten sieben TU-Fakultäten das ZLSB. Das Zentrum hat die Aufgabe, an der TU Dresden fakultätsübergreifend die Lehrerausbildung zu koordinieren, sowie die Kooperation mit den Lehrerseminaren zu verstärken.

Das 1. ZLSB-Kolloquium findet am 15. November 2005, von 15.30 bis 18.00 Uhr, im Hörsaalzentrum der TU Dresden, Raum 403, Bergstraße 64, 01069 Dresden, statt. Lehrer, Eltern und Schüler, sowie Journalisten und interessierte Gäste sind hierzu herzlich eingeladen.

Informationen für Journalisten: Eva-Maria Stange, E-Mail: eva-maria.stange@mailbox.tu-dresden.de
Weitere Informationen: http://zlsb.tu-dresden.de/