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01.03.2006 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Potsdamer Max-Planck-Wissenschaftler zeigen, dass die Adhäsion an Zellmembranen stark von Schaltprozessen einzelner Moleküle abhängt
Das Aneinanderhaften von Zellen ist von zentraler Bedeutung für viele Lebens- und Krankheitsvorgänge - ob bei der Immunabwehr oder dem Wachstum von Geweben. Ausgelöst wird diese Zelladhäsion von speziellen Molekülen auf den Zelloberflächen. Einige dieser Adhäsionsmoleküle werden von den Zellen zwischen aktiven und inaktiven räumlichen Strukturen hin- und hergeschaltet. Forscher des Max-Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben jetzt solche schaltbaren Adhäsionsmoleküle mit Hilfe eines theoretischen Modells untersucht und hierbei unerwartet einen Resonanzeffekt bei der Zellhaftung entdeckt. Dieser Effekt hängt von den Schaltzeiten der jeweiligen Adhäsionsmoleküle sowie den elastischen Eigenschaften der Zellmembranen ab. Der Effekt lässt sich nutzen, um etwa das Anhaften von Zellen auf Oberflächen zu kontrollieren (Physical Review Letters, 3. Februar 2006).
Weitere Informationen:
http://goto.mpg.de/mpg/pri/200602281/