Jede Stimme zählt: Wer wird neuer Ministerpräsident?

20.01.2003 - (idw) Universität Osnabrück

Universität Osnabrück startet eine Wahlwette zur Landtagswahl in Niedersachsen

Sigmar Gabriel oder Christian Wulff: Wer wird neuer niedersächsischer Ministerpräsident? Die Forschungsgruppe Internetwahlen an der Universität Osnabrück setzt auch zur Niedersachsenwahl am 2. Februar 2003 die Wahlwette als Prognoseinstrument ein. Wie bereits zu den Bundestagswahlen 1998 und 2002 können Interessierte via Internet den Ausgang prognostizieren. Die Wett-Ergebnisse der Teilnehmer lagen bisher näher an dem tatsächlichen Wahlergebnis, als die einiger führender Meinungsforschungsinstitute.

Die Plattform für Wahlwetten und Wahlspiele wahlkreis300.net ist Teil der Grundlagenforschung zu Methoden der Wahlprognostik der Forschungsgruppe Internetwahlen. Sie wurde vor fünf Jahren unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Otten als interdisziplinäre Einrichtung an der Universität Osnabrück gegründet. "Die Teilnehmer an der Wette haben sich jedesmal als die besseren Prognostiker erwiesen. Wenn sie es auch diesmal schaffen, dann scheint sich die Wahlwette als innovative Methode der Wahlforschung zu etablieren", so Otten. Die Wahlforschung ist eingebettet in die Forschung über den Einsatz des Internets bei Wahlen.

Die Zielsetzung des derzeitigen Forschungsprojektes W.I.E.N. (Wählen in elektronischen Netzwerken), das vom Bundesministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie gefördert wird, besteht in der Erprobung von Online-Wahlen und der Erforschung der sozialwissenschaftlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung des Internets für Wahlzwecke. Mehrere Pilotversuche hat es bereits gegeben, so die Personalratswahl des Landesbetriebs für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg und die Wahl des Betriebsrates bei der Telekom-Tochterfirma T-Systems CSM. Kooperationspartner sind der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg (LDS BB), die T Systems CSM Darmstadt und die ivl GmbH Leverkusen.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Dieter Otten, Julia Frantik, Forschungsgruppe Internetwahlen, Universität Osnabrück, Kolpingstr. 7,Tel. (0541) 969-4038,4041, Fax (0541) 969-4600, e-mail: frantik@i-vote.de