Disziplinäre Definitionen von Exzellenz: Vortrag von Michèle Lamont in Frankfurt am Main

19.06.2006 - (idw) Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforsc

Die Arbeitsgruppe "Grenzen" der Jungen Akademie lädt ein zu einem Vortrag von Michèle Lamont (Harvard University) über "Repertoires of academic evaluation and the construction of disciplinary boundaries"
am 24.6.2006
um 17 Uhr
in Raum 251 des IG Farben-Gebäudes der Johann Wolfgang Goethe-Universität,
Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main. Disziplinäre Unterschiede der Definition von Exzellenz in der Evaluation von Wissenschaft sind das Thema eines englischsprachigen Vortrags der Soziologin Michèle Lamont mit dem Titel "Repertoires of academic evaluation and the construction of disciplinary boundaries". Die Veranstaltung findet am 24.6.2006 um 17 Uhr in Raum 251 des IG Farben-Gebäudes der Johann Wolfgang Goethe-Universität (Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main) statt, veranstaltet von der Arbeitsgruppe "Grenzen" der Jungen Akademie in Zusammenarbeit mit dem Institut für historische Ethnologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.

Michèle Lamont ist Professorin für Soziologie an der Harvard University, USA, und Autorin mehrerer kultursoziologischer Arbeiten, darunter Money, Morals, and Manners (Chicago University Press 1992) und The Dignity of Working Men (Harvard University Press 2000). Derzeit arbeitet sie an einer wissenschaftssoziologischen Studie mit dem Titel Cream Rising: Definitions of Excellence in the Social Sciences and the Humanities (Harvard University Press). Diese Studie basiert auf Interviews mit Gutachtern multidisziplinärer Fördereinrichtungen in den USA und fragt danach, was sie jeweils unter Exzellenz verstehen, wo sie Exzellenz verorten (im Forschungsergebnis oder im Forschungsprozess) und nach welchen Kriterien (formal/informal) sie sie evaluieren. In ihrem Vortrag präsentiert Michèle Lamont zentrale Ergebnisse ihrer Untersuchung.

Die Arbeitsgruppe "Grenzen" der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina befasst sich mit allgemeinen Mechanismen symbolischer und sozialer Grenzziehung. In diesem Rahmen untersucht sie auch Prozesse von Grenzziehung, Grenzüberschreitung und Grenzverschiebung im System wissenschaftlicher Disziplinen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Ethnologie, Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft sowie Physik und Werkstoffwissenschaften.

Weitere Informationen:
www.diejungeakademie.de/ag/grenzen

Ansprechpartner:
Bettina Beer, Institut für Ethnologie der Universität Heidelberg, E-Mail: Beer.Fischer@t-online.de, Tel.: 06221/543440.
Matthias Koenig, Institut für Soziologie der Universität Göttingen, E-Mail: matthias.koenig@sowi.uni-goettingen.de, Tel.: 0551/397232.
Weitere Informationen: http://www.diejungeakademie.de/ag/grenzen