"Netzwerke - Netzkriege - Narrative": Vortrag von Samuel Weber in Berlin

20.06.2006 - (idw) Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforsc

Die Arbeitsgruppe "Abwehr" der Jungen Akademie lädt ein zu einem Vortrag
von Samuel Weber (Northwestern University, Evanston/Chicago, IL)
über "Netzwerke - Netzkriege - Narrative"
am 29. Juni 2006
um 19 Uhr
im Einsteinsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin. Mit einem öffentlichen Abendvortrag des amerikanischen Literatur- und Kulturwissenschaftlers Samuel Weber endet die Arbeitsgruppe "Abwehr: Modelle - Strategien - Medien" der Jungen Akademie. Thema des deutschsprachigen Vortrags sind "Netzwerke - Netzkriege - Narrative". Es moderieren die AG-Mitglieder Eva Horn (Universität Basel) und Claus Pias (Universität Wien). Die Veranstaltung findet am 29. Juni 2006 um 19 Uhr im Einsteinsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin-Mitte) statt.

Samuel Weber ist Avalon Professor of Humanities an der Northwestern University und einer der führenden amerikanischen Denker im Bereich der Literaturtheorie, Philosophie und Psychoanalyse. Er war Professor für English and Comparative Literature an der University of California, Los Angeles, und leitete als Direktor das dortige Paris Program in Critical Theory. Weber war Schüler von Paul de Man und arbeitete als Dramaturg in deutschen Opernhäusern und Theatern (Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf). Er übersetzte Adorno und Derrida ins Englische; seine bahnbrechende Monographie Rückkehr zu Freud: Jacques Lacans Ent-Stellung der Psychoanalyse verfasste er auf Deutsch. Als Gastprofessor lehrte er an verschiedenen französischen und deutschen Universitäten und am Collège International de Philosophie in Paris. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören "Unwrapping Balzac"; "The Legend of Freud";"Institution and Interpretation"; "Mass Mediaurus: Form, Technics, Media" sowie "Targets of Opportunity: On the Militarization of Thinking".

Die Arbeitsgruppe "Abwehr" der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Naturforscher Leopoldina wurde 2004 gegründet. Ihre Mitglieder, Nachwuchwissen¬schaftlerinnen und -wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen, widmeten sich dem Begriff "Abwehr" in der Breite seiner Bedeutung und Kontexte: als militärische Defensivtaktik, als sicherheitspolitische Kontrolle und Prävention, als soziale Exklusion, als biologische Immunreaktion oder psychologische Form des Reizschutzes. Im Rahmen mehrerer öffentlicher Veranstaltungen, darunter internationale Tagungen in Irvine (USA) und Berlin, führte sie AG-Mitglieder und Kooperationspartner aus den Sozial- und Kulturwissenschaften, aus Biologie und Psychologie sowie Kunst, Militär und Nachrichtendiensten zu einem interdisziplinären Dialog zusammen.

Weitere Informationen:
www.diejungeakademie.de/ag/abwehr

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Eva Horn, Deutsches Seminar der Universität Basel, Tel.: +41 61 2673430, E-Mail: eva.horn@unibas.ch
Prof. Dr. Claus Pias, Institut für Philosophie der Universität Wien, Tel.: +49 30 44010435, E-Mail: claus.pias@univie.ac.at