Auf der Spur der Einkristalle

22.06.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Gastwissenschaftler aus Mazedonien in der Physikalischen Chemie der Universität Jena Jena (22.06.06) Dr. Vladimir Ivanovski hat in Anerkennung seiner bisherigen wissenschaftlichen Leistungen eines der begehrten Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Dank des Stipendiums kann er nun ein Jahr lang am Institut für Physikalische Chemie (IPC) der Universität Jena arbeiten. Ivanovski wird sich in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jürgen Popp mit den optischen Eigenschaften von Kristallen mit einem wohlgeordneten Kristallgitter, so genannten Einkristallen, beschäftigen.

Der 33-jährige Mazedonier hat an der St. Kyrill und Methodius Universität Skopje Chemie studiert und dort im vergangenen Jahr promoviert. Auf die Universität Jena wurde er durch Veröffentlichungen von Dr. Thomas Mayerhöfer vom IPC aufmerksam, der ebenfalls Einkristalle auf ihre optischen Eigenschaften hin untersucht. "Einkristalle mit hoher Symmetrie sind bereits gut untersucht. Wir wollen uns nun denen mit niedriger Symmetrie zuwenden. Auf diesem Gebiet gibt es erst sehr wenige Arbeiten", betont Mayerhöfer. Es sei aber sehr wichtig, mehr über den Zusammenhang zwischen der Struktur und den Eigenschaften gerade dieser Kristalle zu erfahren, denn sie spielen an vielen Stellen des Alltags eine Rolle. In Form von piezoelektrischen Bauelementen, die mechanischen Druck in elektrische Spannung umwandeln, findet man sie zum Beispiel in Feuerzeugen, Lautsprechern oder Tintenstrahldruckern. Der Jenaer Chemiker freut sich daher auf die Zusammenarbeit mit dem mazedonischen Kollegen, der mit einer Schachtel selbstgezüchteter Kristalle an die Saale kam.

Ivanovski wird zunächst für ein Jahr in Deutschland bleiben. Nach insgesamt vier Monaten Deutschkurs in Skopje und Dresden fühlt er sich gut auf diese Zeit vorbereitet und hatte, wie er sagt, einen guten Start in Jena. Im Herbst wird auch seine Familie nachkommen.

Kontakt:
Dr. Vladimir Ivanovski / Prof. Dr. Jürgen Popp
Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena
Helmholtzweg 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948320, Fax: 03641 / 948302
E-Mail: juergen.popp@uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.ipc.uni-jena.de