Hochschulen und Unfallkassen: Partner im Arbeits- und Gesundheitsschutz

19.07.2006 - (idw) HIS Hochschul-Informations-System GmbH

HIS legt Statusreport vor Unfallkassen (und Landesunfallkassen) sind für Hochschulen wichtige Ansprechpartner des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen sind auch Veränderungen in den Arbeitsbeziehungen zu erwarten.
Anlass genug für HIS, auf Grundlage bisheriger guter Zusammenarbeit, erstmalig bundes-weit mit allen Unfallkassen über aktuelle Präventionsangebote zu sprechen und die Ergeb-nisse in einem Bericht zusammenzufassen, der am 5. Juli 2006 in Hannover den Vertretern der Unfallkassen vorgestellt wurde.
"Der vorliegende Bericht ist eine sehr gute Darstellung der aktuellen Situation und für die weitere Arbeit eine ausgezeichnete Planungsgrundlage", so Frau Busch (Bundesverband der Unfallkassen); eine Auffassung die von allen Teilnehmern geteilt wird. Die von HIS in dem Bericht aufgeführten Beispiele von "good practice" sind Ausgangpunkt einer einsetzenden Diskussion.
Erstes Ziel ist, sich unter den Unfallkassen der Länder bezüglich der Thematik Hochschulen besser zu vernetzen. Ein erstes Treffen der für Hochschulen zuständigen Aufsichtspersonen der Unfallkassen hat bereits stattgefunden. Ein Folgetreffen für 2007 ist angesetzt. Eine offi-zielle Arbeitsgruppe soll die konzeptionellen Strukturen für eine Verstetigung erarbeiten. Als sehr wesentliche Arbeitsaufgabe für diese Arbeitsgruppe greift Dr. Hussy (Geschäftsbe-reichsleiter Prävention der LUK Niedersachsen) die kritische und nach Arbeitnehmern sowie Studierenden differenzierte Analyse der Unfallzahlen auf. "Das tatsächliche Unfallgeschehen in Hochschulen ist insbesondere bei den Studierenden weniger auf Labore und Werkstätten, sondern vielmehr auf den Hochschulsport und Wegeunfälle fokussiert".
Ziel der Unfallkassen ist es auch, Einfluss auf die Ausbildung von Führungskräften nehmen zu wollen. "Eine Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die Ausbildung an Hochschulen wird angestrebt, dieses ist auch im Interesse der Industrie", so Frau Althoff (Leiterin Präventionsabteilung LUK Nordrhein-Westfalen).
Die Untersuchung von HIS "trägt dazu bei, den Stellenwert der Hochschulen bei den Unfall-kassen zu erhöhen. Aus diesem Grund ist eine Veröffentlichung des guten Berichts erforder-lich", meint Herr Kurz (Leiter Präventionsabteilung UK Baden-Württemberg), ein Votum, dem sich alle Teilnehmer anschließen. HIS wird darüber hinaus gebeten, den jetzt einsetzenden länderbezogenen Dialog mit den Hochschulen zu unterstützen und auf Wunsch aktiv zu mo-derieren. Diese Rückkoppelung aus den Hochschulen ist für die Unfallkassen wesentlich.

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