Als Schaubild: Die Berufe-Hitliste und weitere Kurzinfos zur Berufsbildung

11.04.2002 - (idw) Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Kaufmännische Berufe sind sehr beliebt bei Ausbildungsanfängern: Von den 25 im Jahr 2000 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufen in Deutschland nehmen die Kaufleute im Einzelhandel (32 793 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge) und Bürokaufleute (28 159 neue Ausbildungsverträge) die ersten beiden Rangplätze ein. Platz vier geht an die Industriekaufleute, Platz sechs an die Bankkaufleute und auf Platz 7 stehen die Kaufleute im Groß- und Außenhandel. Bei männlichen Auszubildenden stehen die gewerblichen Berufe des Handwerks an oberster Stelle: Jeder fünfzehnte Berufsanfänger wählte in 2000 die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker (22 980), gefolgt von den Bau-/Ausbauberufen Maler und Lackierer (15 818), Elektroinstallateur (13 694) und Tischler (13 648). Spitzenreiter bei den jungen Frauen sind die Berufe Bürokauffrau (21 333), Kauffrau im Einzelhandel (19 456) und Friseurin (17 639). Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nach Auswertung u.a. der Berufsbildungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, der Berufsberatungsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit sowie weiterer amtlicher Statistiken.

Weitere ausgewählte Auswertungsergebnisse:

· In den seit 1996 neu geschaffenen 39 neuen Ausbildungsberufen hat sich die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in 2001 insgesamt um 13% erhöht - in manchen Berufen war die Steigerung sogar noch höher: Bei den Fachkräften für Veranstaltungstechnik betrug sie 23%, den Informatikkaufleuten 21% und dem Beruf Mechatroniker/in 19%. Insgesamt wurden in den neuen Berufen 45 000 Ausbildungsverträge geschlossen. Zusammen mit den bereits bestehenden Ausbildungsverhältnissen aus den vorangegangenen Jahren werden damit fast 100 000 Jugendliche in einem der neuen Berufe ausgebildet. Ein großer Teil davon entfällt auf die neuen IT- und Medienberufe.

· Die in den letzten Jahren erfolgte Steigerung des Lehrstellenangebots kam den ausländischen Jugendlichen nicht zugute. Erhielten im Jahr 1993 noch 126 000 ausländische Jugendliche eine Berufsausbildung im Dualen System, so ging seither die Zahl zurück und lag in 2000 bei 96 900.

· In 2001 waren 471 000 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos, darunter 297 000 in den alten und
174 000 in den neuen Ländern. Das entspricht einer Quote von 7,5% (West) beziehungsweise 16,6% (Ost).

Diese und viele weitere aktuelle Informationen zum gegenwärtigen Stand und zur Entwicklung der beruflichen Bildung in Deutschland hat das BIBB jetzt als übersichtliche Schaubilder zu folgenden Themen veröffentlicht:


- Demographie - Schulabgänger
- Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen
- Struktur und Entwicklung der bestehenden Ausbildungsverträge
- Dauer der Ausbildung - Kosten
- Schulische Vorbildung der Auszubildenden
- Ausländische Jugendliche und Berufsausbildung
- Arbeitslosigkeit - Jugendliche ohne Berufsabschluss
- Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen, Bildungsströme

Knapp 50 grafische Darstellungen informieren u.a. über

- das Angebot und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen von 1976 (bzw. 1992) bis 2001
- die Entwicklung der Ausbildungsplatznachfrage 1992-2015
- die Entwicklung des Auszubildendenbestandes von 1950-2000
- die 25 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe in Ost und West, bei männlichen und weiblichen Auszubildenden
- die Vorbildung der Auszubildenden
- die Ausbildungskosten und die Ausbildungsvergütungen
- vorzeitig gelöste Ausbildungsverträge u.v.m.

In gedruckter Form kann die Materialsammlung "Schaubilder zur Berufsbildung / Ausgabe 2002. Fakten, Strukturen, Entwicklungen" zum Preis von Euro 3,- bezogen werden beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hermann-Ehlers-Str. 10, 53113 Bonn, Tel: 0228/107-2831, Fax: 0228/107-2982,
E-Mail: pr@bibb.de

Im Internet sind die Schaubilder abrufbar unter www.bibb.de (Berufe/Statistik/Datenblätter und Schaubilder)