Infektionen aus Afrika auch in Europa bedrohlich

18.09.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Pressegespräch am Universitätsklinikum Jena zu Globalisierungs-Gefahren in der Dermatologie findet am 22. September statt Jena. Krankheitserreger lassen sich von Landesgrenzen nicht aufhalten. Erst kürzlich hat der Fall eines in Deutschland an Lassa-Fieber erkrankten Patienten gezeigt, dass die Tropen und die dort heimischen Infektionen näher sind als uns lieb ist. Vor dem Hintergrund des aktuell diskutierten Engagements der EU und der Bundesregierung auch in Afrika - Stichwort Bundeswehreinsatz im Kongo - sehen sich deutsche Ärzte immer öfter mit tropischen Erregern konfrontiert.

Der afrikanische Kontinent und die von dort ausgehenden Gesundheitsgefahren sind daher ein Schwerpunkt der in Jena stattfindenden gemeinsamen Tagung der Arbeitsgemeinschaft für dermatologische Infektiologie (ADI) und der Tropendermatologie. "Durch die enge Abfolge der Jahrhundertsommer und steigende Temperaturen ist damit zu rechnen, dass sich aus der Tropendermatologie bekannte Infektionen wie die per Fliegenstich übertragenen Einzeller-Infektionen weiter nach Norden bis zu uns ausbreiten", prognostiziert der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für dermatologische Infektionen, Prof. Helmut Schöfer vom Universitätsklinikum Frankfurt. "Auch mit Blick auf diese Entwicklung wollen wir künftig enger mit den Kollegen aus der Tropendermatologie zusammenarbeiten", ergänzt dazu Prof. Peter Elsner, der Jenaer Tagungsleiter der ersten Gemeinschaftstagung der beiden Arbeitsgemeinschaften.

Einige der Schwerpunktthemen der Tagung möchten wir Ihnen auf der Kongress-Pressekonferenz

am Freitag, dem 22. September, 12.00 Uhr,
Beratungsraum des Universitätsklinikums Jena
Bachstraße 18

vorstellen. Als Ansprechpartner stehen Ihnen zu Verfügung:

* Prof. Dr. Helmut Schöfer, Universitäts-Hautklinik Frankfurt , Vorsitzender der ADI
* Oberstarzt Dr. Hubertus Neubert, Bundeswehrkrankenhaus Leipzig, Vorsitzender der Society for Dermatology in the Tropics
* Prof. Dr. Peter Elsner, Universitäts-Hautklinik Jena

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme unter Tel. 03641/934695 oder per E-Mail an: presse@med.uni-jena.de.