34. Kongress DGRh: Rheumatiker verstärkt infektanfällig

13.10.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie
gemeinsam mit der 20. Jahrestagung der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie
18. bis 21. Oktober 2006, Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden

Vor Operation Entzündungsherde ausschließen
Rheumatiker verstärkt infektanfällig

Wiesbaden - Rheumatiker sind häufig anfälliger für Infektionen als gesunde Menschen. Ursache ist zum einen die durch den rheumatischen Prozess gestörte Regulation des Immunsystems. Zum anderen erhöhen aber auch bestimmte Medikamente gegen Rheuma das Infektrisiko. Wie sich dies auf die Behandlung von Rheumatikern auswirkt, werden Experten auf dem 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Wiesbaden diskutieren. Die DGRh tagt vom 18. bis 21. Oktober 2006 gemeinsam mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO). "Das erhöhte Infektionsrisiko ihrer Patienten sollten behandelnde Ärzte unbedingt berücksichtigen", betont Privatdozent Dr. med. Stefan Rehart, Tagungspräsident der ARO, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Markus-Krankenhauses in Frankfurt am Main. Dies gelte insbesondere für Gelenkpunktionen und Operationen, die bei vielen Rheumatikern früher oder später im Krankheitsverlauf notwendig werden.

So genannte "Biologicals" - Medikamente, die direkt in die entzündlichen rheumatischen Vorgänge im Körper eingreifen - rufen als Nebenwirkung gelegentlich Infektionen hervor: Sowohl "TNF-alpha-Inhibitoren" als auch der "Interleukin-1-Inhibitor" erhöhen beispielsweise das Risiko, an Tuberkulose zu erkranken. Vereinzelt treten unter der Behandlung auch spontane Infekte auf, die sich im ganzen Körper ausbreiten können.

Bei geplanten operativen Eingriffen sollte das Infektionsrisiko möglichst gering gehalten werden, so der Experte. Bekannte Infektionsherde wie zum Beispiel kariöse Zähne seien deshalb vor einer anstehenden Operation zu behandeln. Ein generelles Absetzen der "Biologicals" empfiehlt er nicht. Denn dadurch kann es zu einem Schub der Grunderkrankung kommen, der sich wiederum negativ auf das Krankheitsgeschehen auswirkt. "Bei älteren, schwer kranken Menschen, die vor einem großen Eingriff stehen, sollten die Medikamente jedoch vier Wochen vor und zwei Wochen nach der Operation abgesetzt werden", erläutert PD Dr. Rehart im Vorfeld des Kongresses.

TERMINHINWEISE:

Eröffnungs-Pressekonferenz
Mittwoch, 18. Oktober 2006, 12.00 bis 13.00 Uhr
Rhein-Main-Hallen, Saal 1A 4
Eines der Themen: Der multimorbide Rheumapatient: Wie riskant sind Infektionen aus internistischer und orthopädischer Sicht?
Referenten: Professor Dr. med. Hans-Hartmut Peter, Freiburg/PD Dr. med. Stefan Rehart, Frankfurt

Kongress-Pressekonferenz
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 11.00 bis 12.00 Uhr
Rhein-Main-Hallen, Raum 12

Akkreditierung:

34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
mit der 20. Jahrestagung der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO)
18. bis 21. Oktober 2006
Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden

O Ich werde die Pressekonferenz am 18.10. persönlich besuchen.

O Ich werde die Pressekonferenz am 19.10. persönlich besuchen.

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