FOKUS Physik: Früh zur Spitzenforschung

03.11.2006 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Gleich fünf Direktoren von Max-Planck-Instituten gaben sich bei einem Festakt in der Würzburger Neubaukirche die Ehre. Die hochkarätigen Forscher waren zum Start des Würzburger Elite-Studiengangs "FOKUS Physik" gekommen, der eine enge Kooperation mit Max-Planck-Instituten vorsieht. Den Studierenden soll das die Möglichkeit bieten, frühzeitig in Kontakt mit der außeruniversitären Spitzenforschung zu kommen. 14 Studenten, alle im fünften Semester, wurden feierlich in den Master-Studiengang aufgenommen, der ins Elitenetzwerk Bayern eingebunden ist. "Die Eliteförderung muss so früh wie möglich einsetzen, spätestens im ersten Semester des Studiums", sagte Eberhard Umbach, Initiator von FOKUS Physik. Mit dieser Meinung kreidete der Physik-Professor zugleich einen "Geburtsfehler" des Elitenetzwerks an: Dieses sieht nämlich eine Förderung der Besten erst ab dem Master-Studium oder der Promotion vor.

Die Würzburger Fakultät für Physik und Astronomie hat da andere Ideen. Sie will ihre besten Studierenden der Physik und Nanostrukturtechnik wesentlich früher unterstützen. Darum können schon Erstsemester in eine Vorphase zum Elite-Studiengang aufgenommen werden.

In diesem Semester haben das 23 Kandidaten geschafft. Sie absolvieren jetzt Lehrveranstaltungen, die eigentlich erst später im Studium vorgesehen sind, schon wesentlich früher - zusätzlich zu ihrem regulären Pensum. Diese systematische Verkürzung der Studiendauer ist neben dem frühen Kontakt zur Spitzenforschung die zweite tragende Säule von FOKUS ("ForschungsOrientierter Komprimierter Universitäts-Studiengang") Physik.

Sind die Erstsemester im Sommer 2008 dann im vierten Semester, müssen sie sich für das Elite-Master-Studium nochmals bewerben. Werden sie erneut ausgewählt, steht in den folgenden vier Semestern unter anderem ein Forschungsaufenthalt an einem der zehn Max-Planck-Institute auf dem Programm, zu denen die Fakultät intensive Forschungsbeziehungen pflegt.

Grußworte bei der Feier sprachen Professor Gustav Gerber, Dekan der Fakultät, Unipräsident Axel Haase und Ministerialdirektor Friedrich Wilhelm Rothenpieler vom bayerischen Wissenschaftsministerium. Professor Umbach stellte den neuen Studiengang vor und überreichte den ersten 14 Master-Studenten Urkunden.

Zwei der anwesenden Max-Planck-Direktoren - Siegfried Bethke und Helmut Dosch - präsentierten dann ihre aktuellen Forschungen. Professor Bethke sprach über das Thema "Quarks, Quanten und Quasare", Professor Dosch skizzierte unter dem Titel "Kleine Strukturen brauchen große Talente" die Nanowissenschaften von übermorgen.

Mehr Informationen über den Würzburger Elite-Studiengang gibt es im Internet hier: http://www.FOKUS.Physik.uni-wuerzburg.de