Eine jüdische Biographie

11.01.2007 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Der erste Botschafter Israels in der BRD berichtet über sein Leben Über sein ereignisreiches und wechselhaftes Leben berichtet Asher Ben-Natan, erster Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland, in seinem Vortrag "Gelebte Zivilcourage" am Freitag, dem 19. Januar 2007, an der TU Darmstadt. Der Vortrag findet um 17 Uhr im Vortragssaal der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt im Schloss statt. Veranstalter sind das Fachgebiet Neuere und Neueste Geschichte und das Evenari-Forum an der TU Darmstadt.

Der 1921 in Wien geborene Asher Ben-Natan wanderte 1938 mit 17 Jahren ins damalige Palästina aus und kehrte 1945 nach Österreich zurück, um als Fluchthelfer der jüdischen Organisation "Bricha" tausenden von überlebenden Juden die Reise nach "Eretz Israel" zu ermöglichen. Mehr als 200.000 Überlebende des Holocaust erreichten dank der Bricha über abenteuerliche Routen das ersehnte Land. Nach verschiedenen Aufgaben in der israelischen Regierung wurde Asher Ben-Natan 1965 bis 1969 erster Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland. Auch 20 Jahre nach Kriegsende war es für ihn keine leichte Aufgabe, als Diplomat in das "Land des Holocaust" zurückzukehren, weil es in Israel von vielen Überlebenden als Verrat angesehen wurde. Ben-Natans diplomatisches Geschick, seine entwaffnende Ehrlichkeit und sein Mut ließen ihn in der Bundesrepublik die Interessen Israels mit Nachdruck vertreten.

Asher Ben-Natan erinnert in seinem Vortrag an diese prägenden Eckpfeiler der jüdischen Vergangenheit. Seine Person vereint in sich gelebte und lebendige Geschichte und sein Leben ist ein beispielhaftes Lehrstück für Zivilcourage.

Pressekontakt:
Asher Ben-Natan steht gerne für Interviews zur Verfügung. Sollten Sie Interesse an einem Interview haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Giuseppina Amenta, Institut für Geschichte, Telefon: 06151/16-6834, E-Mail: amenta@pg.tu-darmstadt.de

Abdruckfähige Fotos von Asher Ben-Natan finden Sie unter:
www.tu-darmstadt.de/presse/bildarchiv
map, 10.1.2007