Leitung der Fachhochschule Potsdam mit Wahl der Prorektoren komplett

11.01.2007 - (idw) Fachhochschule Potsdam

Senat wählt neue Prorektoren und dankt den bisherigen Prorektoren für die erfolgreiche Arbeit! Zehn Tage nach Beginn der Amtszeit des neuen Rektors, Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber, wählte der Senat der Fachhochschule Potsdam auf dessen Vorschlag am gestrigen Mittwoch die neuen Prorektoren der Hochschule für die nächsten drei Jahre (Amtszeit vom 10.01.07 bis 31.12.09).

Vor der Wahl dankte der Vorsitzende des Senats, Prof. Dr.-Ing. Klaus Berner, den bisherigen Prorektoren, Johannes Vielhaber und Andreas Klose, für ihre erfolgreiche Arbeit und äußerte die Erwartung, die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Hochschulleitung und Senat fortzusetzen.

Die Nominierung der Prorektoren war - so Rektor Vielhaber - vom Wunsch getragen, "möglichst das Spektrum der Fachbereiche abzubilden und gleichzeitig die Grundlage für eine stärkere Verantwortlichkeit und Nutzung der Potentiale der Fachbereiche für zentrale Hochschulaufgaben unter Einbindung der Verwaltung zu legen." Umso mehr freut Johannes Vielhaber, dass sein Team jetzt steht und der Senat seinem Vorschlag mit einem eindeutigen Votum gefolgt ist.

Zum Stellvertreter des Rektors und Prorektor für Qualitätsentwicklung und -management wurde Andreas Klose gewählt. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Sozialwesen und war von 2004 bis 2006 als Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung tätig. Die Modularisierung der Studiengänge, die Umstellung auf Bachelor und Master, die interne Steuerung über Zielvereinbarungen gehörten ebenso zu seinem Aufgabenbereich wie die Profilierung der wissenschaftlichen Weiterbildung an der Fachhochschule Potsdam und die Entwicklung modularisierter Weiterbildungsangebote zur Erhöhung der Durchlässigkeit von Ausbildung, Weiterbildung und Studium.
Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs der Hochschulen sieht Klose im Qualitätsmanagement "eine wesentliche Zukunftsaufgabe der Hochschule, die mit der Erhebung verlässlicher Vergleichsdaten beginnt und sich in der Implementierung von Evaluationsverfahren für Lehre, Forschung, aber auch Verwaltungsprozesse als integrale Bestandteile des Hochschulalltags fortsetzt, um so den Studiengängen und Fachbereichen zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, ihre Leistungen und Erfolge in angemessener Form nach innen und nach außen darzustellen und Optimierungspotentiale zu nutzen". Dabei gehe es nicht um mechanistische Verfahren, sondern ein prozessorientiertes, der Hochschule angepasstes Vorgehen, das gemeinsam mit den Studiengängen, Fachbereichen und der Verwaltung zu entwickeln ist.

Zur neuen Prorektorin für Lehre, Studium und Weiterbildung wurde Prof. Margit Kwoka (Fachbereich Sozialwesen) gewählt. Sie ist Professorin für Verwaltungsrecht, Kommunalrecht, Recht der Finanzierung, Planung und Organisation in der sozialen Arbeit im Fachbereich Sozialwesen und hat sich durch ihr Engagement in der hochschulischen Selbstverwaltung hochschulweite Anerkennung erworben.

Sie war Mitglied des Fachbereichsrats Sozialwesen (1998-2002), Senatorin (2000-2002), Mitglied im Bereit des Instituts für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (2002-2005) und ist seit Januar 2000 Vorsitzende des hochschulnahen Instituts für Fortbildung, Forschung und Entwicklung e.V. - IFFE sowie seit Ende 2002 Mitglied bzw. seit 2004 Vorsitzende des Direktoriums der Zentralen Einrichtung Weiterbildung, die hochschulspezifische Weiterbildungsangebote für Interessierte und ehemalige Studierende entwickelt. Margit Kwoka möchte die Familienfreundlichkeit der Hochschule unter anderem durch Ausweitung zeit- und ortsunabhängige Lernformen erhöhen und sich für eine stärkere Durchlässigkeit der Bildungsangebote - sei es berufliche Bildung, wissenschaftliche Weiterbildung oder Hochschulstudium - einsetzen.

Neu im Team sind auch Prof. Dr. Günther Neher, der als Prorektor für Information und Kommunikation zuständig sein wird, sowie Prof. Karl-Heinz Winkens, der die bauliche Entwicklung der Fachhochschule Potsdam als zuständiger Prorektor koordinieren wird.

Günther Neher ist seit 2005 Professor für Webtechnologie und Semantic Web im Fachbereich Informationswissenschaften und engagiert sich als Vorsitzender des Fachbereichsrats Informationswissenschaften und Mitglied im IT-Lenkungsausschuss der Fachhochschule Potsdam. Er wird sich für die Entwicklung und Umsetzung der IT-Strategie einer "modernen" Hochschule und für den verstärkten Einsatz von IuK-Technologien einsetzen, nicht zuletzt um die Selbstbedienungsfunktionen von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern zu erhöhen.

Karl-Heinz Winkens ist seit 1993 Professor für Konstruktion und Entwerfen im Fachbereich Architektur und Städtebau, war von 1994 bis 1996 Dekan des Fachbereichs und ist Vorsitzender des Fachbereichsrats. Als Lehrender hat er sich mit zahlreichen Studienprojekten in die Stadtentwicklungsdiskussion Potsdams (Campus Stern etc.) eingebracht und sich als Architekt an diversen nationalen und internationalen Wettbewerben beteiligt und zahlreiche Projekte realisiert. Als Prorektor wird er Ansprechpartner der FH für das Pilotprojekt Bauherreneigenschaft bei der Errichtung des Anbaus zum Labor- und Werkstättengebäude sein und sich für die zügige Entwicklung des Campus Pappelallee, die die Voraussetzung für den Freizug des FH-Standorts am Alten Markt und die Vereinigung der Hochschule an einem Standort bilden, vorantreiben.
Johannes Vielhaber, der die Themen Forschung und Entwicklung, Transfer und Wirtschaft / Wissenschaft zur "Chefsache" macht, sieht die Hochschulleitung für die Herausforderungen der nächsten Jahre gut aufgestellt. Zwar sei das Leitungsgremium mit den vier Prorektoren und dem Kanzler fast doppelt so groß wie bisher, aber der Rektor erwartet, dass sich die strikte Aufgabentrennung und fachnahe Konzentration auf bestimmte Aufgabenbereiche auszahlen und zu einer stärkeren Verzahnung von Fachbereichen und Verwaltung führen wird. Darüber hinaus sind die Fachbereiche auch weiterhin über die Mitgliedschaft der Dekane im Präsidialkollegium in die Leitung der Hochschule eingebunden.

Johannes Vielhaber bedankte sich für das eindeutige Votum des Senats, das für ihn und sein Team Ansporn sein wird. Er erwarte, dass die Arbeit auch Freude mache und lud die Hochschulangehörigen zur Mitwirkung ein: "Es geht nicht um irgendeine, sondern um unsere Hochschule, die wir gemeinsam weiterentwickeln werden."

Biografische Daten:

Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber wurde 1955 in Sundern-Recklinghausen geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1973 bis 1980 Bauingenieurwesen, Fachrichtung: Konstruktiver Ingenieurbau an der Technische Universität Berlin (Abschluss: Diplomingenieur).

Nach Tätigkeiten als Tragwerksplaner, Bauleiter und technischer Projektleiter bei der Philipp Holzmann AG, Berlin und Ffm. und Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehraufgaben am Fachgebiet Stahlbetonbau der TU Berlin promovierte er zum Thema: "Vorspannung ohne Verbund im Segmentbrückenbau".
Anschließend war Johannes Vielhaber von 1987 bis 1996 in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Laborleitereiter tätig und fungierte als Vertreter der BAM in nationalen und internationalen Arbeitsgruppen. 1993 übernahm er die Leitung der Fachgruppe "Ingenieurbau" in Vertretung des Abteilungsleiters.
Seit 1996 hat Johannes Vielhaber die Professur "Planung und Konstruktion im Ingenieurbau / Massivbau" am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Potsdam inne. Neben der Durchführung diverser drittmittelfinanzierter F+E-Projekte und Mitwirkung in verschiedenen Arbeitskreisen als Sachverständiger, Gutachter etc. engagierte er sich in der hochschulischen Selbstverwaltung. Zunächst von 1998 bis 2004 als Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen und von 2004 bis 2006 als Prorektor für Planung, Entwicklung und Forschung sowie Stellvertreter der Rektorin.

Andreas Klose wurde 1960 in Marl (NRW) geboren und absolvierte nach dem Abitur am Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Recklinghausen von 1979 bis 1984 ein Studium der Soziologie an der FU Berlin (Nebenfächer: Psychologie, Politologie und Publizistik).
Anschließend war er bis 1987 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialpädagogik der TU Berlin im Forschungsprojekt "Gewalt und Rassismus" (unter Prof. Dr. Hellmut Lessing) sowie von 1987 bis 1989 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der "Clearingstelle zur Schaffung von sinnvollen Arbeitsplätzen e.V." in Berlin (einer zentralen Beratungsstelle für freie Träger im sozialen Bereich für Gründungs-, Organisations- und Arbeitsplatzfragen) tätig.
Von 1990 bis 1994 war Andreas Klose wissenschaftlicher Leiter des sozialpädagogischen Fußball-Fan-Projektes beim Landessportbund Berlin und von 1994 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Potsdam im Forschungsprojekt "Europäische Streetwork Explorationsstudie". 1996 bis 1999 war er Geschäftsführender Gesellschafter von 'CAMINO - Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH' in Berlin.
Seit 1999 ist Andreas Klose wissenschaftlicher Mitarbeiter am FB Sozialwesen an der FH Potsdam für "Entwicklung von Lehre und Studium" (Evaluation von Lehre und Studium, Modularisierung der Studienangeboten, Umsetzung gestufter Studienabschlüsse, Vorbereitungen für Akkreditierungsverfahren, eLearning im Studium Sozialer Arbeit.

Prof. Margit Kwoka wurde 1954 in Blossersberg (Kreis Regen) geboren. Nach Ausbildungsbeginn zur Steuerberatergehilfin, dem Erwerb der Fachhochschulreife an der Fachoberschule Deggendorf (Fachbereich Sozialwesen) und Studium an der Staatlichen Fachhochschule Nürnberg und Regensburg erwarb sie 1978 den Abschluss als Diplom-Sozialpädagogin (FH). Von 1978 bis 1984 studierte Margit Kwoka an der Universität Regensburg Rechtswissenschaft und erlangte 1987 nach Rechtsreferendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Nürnberg das Zweite Juristische Staatsexamen.
Von 1985 bis 1995 war sie Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes Landesverband Bayern e.V. im Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz (ab Juli 1987 Vollzeitbeschäftigung).
1995 kam sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Fachbereich Sozialwesen an der FH Potsdam und ist seit Februar 1996 Professorin für Verwaltungsrecht, Recht der Planung, Organisation und Finanzierung Sozialer Arbeit.

Prof. Dr. Günther Neher wurde 1961 in Riedlingen/Württemberg geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er von 1982 bis 1986 Kunst an der Ecole des Beaux Arts Paris und an der Akademie der Künste München.
Von 1984 bis 1990 schloss sich ein Studium der Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit den Schwerpunkten Laserphysik und Quantenoptik, Numerische Mathematik an. Seine Diplomarbeit schrieb er am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Von 1990 bis 1994 war Günther Neher als wissenschaftlicher Angestellter am Hahn-Meitner-Institut Berlin, Abteilung "Solare Energetik" tätig und promovierte 1994 zum Dr. rer. nat. am Fachbereich Chemie der FU Berlin. Von 1994 bis 1998 wirkte Günther freiberuflich als Fachreferent im Bereich wissenschaftliche Literaturauswertung für das Fachinformationszentrum Technik (FIZ-Technik), Frankfurt/Main und war zuständig für die Themenbereiche Halbleitertechnologie, Material- und Solarenergieforschung.
1997 kam er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftungsprofessur "Visualisierung von Datenräumen" zum Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam und war dort bis 2002 tätig. Anschließend war Günther Neher selbständig im Bereich Konzeption und Entwicklung web-basierter, datenbank-gestützter Informationssysteme und Web-Based Training (WBT tätig, bevor er im September 2004 die Vertretungsprofessur "Webtechnologie und Semantic Web" am Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam übernahm und im November 2005 regulär berufen wurde.

Prof. Karl-Heinz Winkens wurde 1962 in Ratheim geboren und studierte von 1981 bis 1985 Architektur an der Fachhochschule Aachen (Abschluss: Diplom). Seit 1985 ist er Freier Architekt und Mitglied Architektenkammer Berlin und Nordrhein-Westfalen.
Karl-Heinz Winkens war von 1986 bis 1989 Mitarbeiter im Büro Haus-Rucker-Co in Düsseldorf, bevor er von 1987 bis 1990 ein Aufbaustudium an der Kunstakademie Düsseldorf (Abschluss: Diplom) absolvierte und 1990 zum Meisterschüler Prof. O. M. Ungers an der Kunstakademie Düsseldorf ernannt wurde. Parallel arbeitete Karl-Heinz Winkens bis 1999 im Büro Prof. O. M. Ungers als Büro- und Projektleiter in Köln und Berlin mit.
Seit 1993 hat er die Professur Konstruktion und Entwerfen im Fachbereich Architektur und Städtebau an der Fachhochschule Potsdam inne und war von 1994 bis 1996 Dekan des Fachbereichs.
Seit 1996 übt Karl-Heinz Winkens eine selbständige Tätigkeit in Neu Fahrland aus und gründete 1999 sein eigenes Architektur Büro Winkens Architekten in Berlin.

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