Mit Kunst Geschichte entdecken

14.02.2007 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Gesamtschule Gießen-Ost
verlegen ihr Klassenzimmer in den ehemaligen Bunker des Musik- und Kunstvereins Gießen (M.u.K.) - Pressekonferenz am 26. Februar 2007, Vernissage am 14. März 2007 Außerschulischer Unterricht in an einem Ort, der den Jugendlichen eher von abendlichen Partys, Konzerten oder anderen Veranstaltungen, die ihr Freizeitinteresse betreffen, bekannt ist?

Angehende Kunstpädagogen der Justus-Liebig-Universität Gießen ermöglichen mit ihrem Projekt "Außerschulisches ästhetisches Lernen im Musik- und Kunstverein Gießen" Elftklässlern der Gesamtschule Gießen-Ost einmal die Grenzen des herkömmlichen Geschichts- und Kunstunterrichts zu überschreiten und den Unterricht als Projekttag in den alten Bunker 1022 zu verlegen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern die frühere und die gegenwärtige Nutzung des ehemaligen Bunkers, heute bekannt als "M.u.K.", bewusst zu machen, und sie für den geschichtlichen Hintergrund zu sensibilisieren sowie das vermittelte Wissen ästhetisch zu verarbeiten.

Um den Bogen zur heutigen kulturellen Nutzung des ehemaligen Militärbunkers zu spannen, findet am Mittwoch, 14. März 2007 im M.u.K, im Café 1022. eine Ausstellung der entstandenen Arbeiten mit anschließender Premierenfeier statt. Außerdem werden sich die im Musik- und Kunstverein tätigen Künstler vorstellen und zum Mitmachen einladen.

Das außerschulische Projekt der Kunstpädagogen wird im Rahmen ihres Magisterpraktikums durchgeführt. Unter der Leitung von Dr. Anja Mohr entsteht so eine außergewöhnliche Zusammenarbeit von Studierenende, Schülern, Künstlern und Mitarbeitern des Kunstvereins.
Das Kulturamt der Stadt Gießen unterstützt das Projekt.

Die Kunstpädagogik-Studierenden erarbeiten mit den Schülern in Workshops die künstlerischen und historischen Aspekte und stellen den Bunker mit seiner speziellen Atmosphäre als ästhetischen Erfahrungsraum zur Verfügung. Ausschlaggebend ist, dass die Schüler direkt in den für die Öffentlichkeit kaum zugänglichen Kellerräumen arbeiten können. Die historische Bedeutsamkeit dieser Räume wird zu Beginn des Projekttages mit einer Einführung von Matthes I. von Oberhessen fachkundig vermittelt. In dem Projekt geht es darum, auf den friedlichen Gebrauch heute, aufmerksam zu machen und den Gegensatz zu der historischen Nutzung als Fernmeldebunker für Kriegszwecke im Zweiten Weltkrieg herauszustellen - mit den Mitteln der Malerei, Performance und Fotografie.

Die Kunstpädagogik-Studierenden Sarah Brenner, Jürgen Musick, Kathrin Beyer, Eva Poloczek, Maria Chrsitoph, Jennifer Patt, Julia Diederichs und Anne-Katrin Pagalies sowie Dr. Anja Mohr, die mit der Unterstützung von der Referendarin Katja Schäfer, das Projekt verwirklichen, streben eine dauerhafte und interdisziplinäre Kooperation zwischen der Universität, der Gesamtschule Gießen-Ost, dem Musik- und Kunstverein Gießen und dem Kulturamt Gießen an.

Termine:
Vernissage:
Mittwoch, 14. März 2007, um 19 Uhr im M.u.K. (Musik- und Kunstverein Gießen)
An der Automeile 16, Gießen

Pressekonferenz:
Montag, , um 19 Uhr im M.u.K. (Musik- und Kunstverein Gießen)
An der Automeile 16, Gießen

Teilnehmer:
Die einzelnen Workshops werden organisiert und geleitet von:

Vertiefende geschichtliche Ausarbeitung zum Thema: Nationalsozialismus
Jürgen Musick, Sarah Brenner

Der Bunker als Impuls für ästhetisches Erleben
Kathrin Beyer, Eva Poloczek

Performance als Umgang mit Klang und Bewegung
Maria Christoph, Jennifer Patt, Tom Schön

Digitale künstlerische Fotografie
Julia Diederichs, Anne-Katrin Pagalies

M.u.K. - Künstler/ Künstler:
Markus Reich / Percussionist (http://www.percussionreich.de/)
Ebi Kraatz / Jongleur und Stelzenläufer (http://www.marabuschki.de/)
Matthes I. von Oberhessen/ Bildender Künstler
Tom Schön / DJ & Producer (http://www.house-rebel.de )
Peter Hermann / Musiker

Kontakt:
Maria Christoph (marychris0103@web.de, Tel. 0177-8956971)
Anne-Katrin Pagalies (kaffeekanne1984@gmx.de, Tel.0173-4988806)

Unterstützt wird die Pressearbeit durch Dagmar Titsch,
Pressesprecherin im M.u.K. e.V. Gießen.
Weitere Informationen: http://www.muk-giessen.de