Nicht nur die Geisteswissenschaften im Blick

10.07.2007 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die neueste Ausgabe der Unizeitschrift Blick beschäftigt sich in ihrem Schwerpunkt mit dem Jahr der Geisteswissenschaften, das unter dem Motto "Das ABC der Menschheit" steht. Darüber hinaus gibt es wieder jede Menge Nachrichten aus Forschung und Studium rund um den Campus der Uni Würzburg. Die Zeitschrift steht für jedermann im Internet zum Download bereit. "Das Jahr der Geisteswissenschaften - Wer braucht denn so etwas?": Diese provokante Frage stellt der Philosoph Karl-Heinz Lembeck und gibt in seiner Polemik auch gleich die deutliche Antwort. Der provokante Text steht am Anfang des Themenschwerpunkts der neuen Ausgabe von Blick. Dort dreht sich alles um die Geisteswissenschaften. Denn 2007 ist das "Jahr der Geisteswissenschaften" -ausgerufen vom Bundesforschungsministerium und der Initiative "Wissenschaft im Dialog". Und weil Sprache nach Ansicht der Organisatoren das verbindende Element aller geisteswissenschaftlichen Teildisziplinen ist, lautet das Motto dieses Jahres "ABC der Menschheit".

Sprache steht denn auch im Mittelpunkt zahlreicher Artikel im neuen Blick. Mal sehr konkret, wenn die Mundartforscher der Uni Würzburg den Kleinen Unterfränkischen Sprachatlas präsentieren; mal abstrakt, wenn Studierende schildern, aus welchen Gründen sie sich für ein Germanistikstudium entschieden haben; mal historisch, wenn es um Probleme geht, die beim Entziffern frühmittelalterlicher Handschriften auftauchen, mal tragisch, wenn Lieder erklingen, mit denen sich Insassen von Konzentrationslagern Mut zu machen versuchten.
Natürlich beschränkt sich die Themenauswahl nicht auf die Geisteswissenschaften. In der Rubrik "Menschen" finden sich unter anderem Porträts so unterschiedlicher Personen wie dies ein Handchirurg, zwei Gärtnerinnen-Azubis und ein Ministerialrat nur sein können. Unter der Überschrift "Studium" schildert ein Antiquar, wie ihn sein Philosophiestudium für diese Arbeit qualifiziert hat, und eine deutsche Meisterin im Damen-Florett erzählt, wie sie es trotz Leistungsport schafft, nebenher eine Magisterarbeit zu schreiben. Und im Kapitel "Forschung" gehen die Autoren der Frage nach, welche Gefahren im Internet drohen und wie der Gesetzgeber darauf reagiert, was ein Mathematiker mit Reklamationen bei einem süddeutschen Automobilhersteller zu tun hat, und wie Spermien Chemikern dabei helfen, neue Düfte zu kreieren.

Das und viel mehr in der neuen Ausgabe von Blick. Im Bereich der Universität wird die Zeitschrift in diesen Tagen an die Institute und Lehrstühle verteilt; Studierende finden kostenlose Exemplare demnächst an zentralen Orten ausliegend. Der neue Blick steht auch im Internet bereit, dort können die Artikel als pdf-Dateien heruntergeladen werden: http://www.uni-wuerzburg.de/fuer/presse/blick/