Wo Juristen Japanisch lernen

10.07.2007 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Juristen arbeiten heute oft für weltweit tätige Firmen. Bei der Bewerbung um solche Stellen haben sie bessere Karten, wenn sie Fremdsprachen beherrschen und über andere Länder und deren Rechtssysteme Bescheid wissen. Darum bietet die Juristische Fakultät der Uni Würzburg ihren Studierenden ein Fachsprachenprogramm an, das jetzt mit Geld aus den Studienbeiträgen weiter ausgebaut wird: Zum Wintersemester läuft erstmals ein Kurs "Japanisch für Juristen" an. Jeder Kurs im Fachsprachenprogramm ist dreistufig aufgebaut. Auf einen intensiven Sprach-Grundkurs folgt eine Einführung in die Rechtssprache, in der juristische Fachterminologie vermittelt wird. Am Ende steht eine Einführung in die Rechtsordnung des betreffenden Landes, die von Muttersprachlern in der Landessprache gehalten wird.

Schon seit längerem können die Jurastudierenden die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch lernen. Für Studierende aus anderen Ländern gibt es den Kurs "Deutsch für Ausländer". Dieses beachtliche Angebot wurde schon im vergangenen Semester erweitert, und zwar um die Sprachen Arabisch und Koreanisch.

Zum Wintersemester soll es nun noch eine Einführung in das indische Recht geben, die in englischer Sprache gehalten wird, so Dr. Karin Linhart, Gesamtleiterin und Organisatorin des Fachsprachenprogramms. Wer sich für Chinesisch interessiert, kann sich dann auch in ein seit Jahren erfolgreich bestehendes Studienelement der Sinologen und der Wirtschaftswissenschaftler einklinken. Und ganz neu ist zum Winter die Möglichkeit, am Japanisch-Kurs teilzunehmen.

"Japanisch für Juristen" beginnt mit einem Blockkurs vom 24. September bis 12. Oktober. Wer sich dafür interessiert, sollte sich mit einer formlosen E-Mail an Caroline Rupp wenden, die bei der Organisation des Fachsprachenprogramms mitarbeitet, fachsprachen@jura.uni-wuerzburg.de, und darin seine Matrikelnummer angeben. Der Kurs wird künftig jeweils zum Wintersemester neu starten und eignet sich auch für Erstsemester.

Das Japanisch-Programm läuft über insgesamt vier Semester und setzt sich aus sechs aufeinander aufbauenden Modulen zusammen, die eine solide Kenntnis der japanischen Sprache, der Landeskunde, der fachspezifischen Rechtssprache und des Rechtssystems vermitteln sollen. Die Arbeitsgruppen werden klein gehalten - maximal 20 Teilnehmer, bei höherer Nachfrage versprechen die Organisatoren mehrere parallele Kurse.

"Die Auseinandersetzung mit der japanischen Sprache und Kultur zusätzlich zum Jurastudium wird den Studenten eine erhöhte Lernbereitschaft und einen nicht unerheblichen Zeitaufwand abverlangen", beschreibt Caroline Rupp die Anforderungen. Allerdings biete der Kurs den Studierenden auch Möglichkeiten für Praktika und Auslandssemester in Japan. So könnten sie schon frühzeitig ihren beruflichen Schwerpunkt in diese Richtung aufbauen.

Kontakt: Caroline Rupp, fachsprachen@jura.uni-wuerzburg.de