Amtsübergabe des Leitenden Ärztlichen Direktors am Universitätsklinikum Heidelberg

12.07.2007 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Professor Eike Martin nach mehr als 14 Jahren feierlich verabschiedet / Neuer Direktor Professor Jörg Rüdiger Siewert: "Wir können uns Visionen leisten" Eine Ära geht zu Ende: Nach mehr als 14 Jahren als Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg ist Professor Dr. Eike Martin am 11. Juli 2007 feierlich aus seinem Amt verabschiedet worden. Das Steuerrad überreichte Professor Martin, der weiterhin als Ärztlicher Direktor der Anästhesiologischen Universitätsklinik tätig sein wird, symbolisch an seinen Nachfolger, Professor Dr. Dr. h.c. Jörg Rüdiger Siewert. Der international renommierte Chirurg und Klinikchef wird als erster Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums das Amt hauptamtlich wahrnehmen. Professor Siewert hat 20 Jahre als Vorstandsvorsitzender das Klinikum rechts der Isar der TU München geführt bevor er zum 1. Juli 2007 an die Spitze des Universitätsklinikums Heidelberg getreten ist.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesundheitswesen, Universitäten und Kliniken sowie Vertreter der Presse waren der Einladung gefolgt, um der Feier zur Amtsübergabe im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg beizuwohnen.

"Unter der Leitung von Professor Martin wurde Heidelberg einer der bedeutendsten Standorte der Hochleistungsmedizin in Deutschland. Professor Siewert bringt alles mit, um diese Spitzenposition auszubauen", sagte der baden-württembergische Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg und dankte Professor Martin für seine geleistete Arbeit. "Sie haben sich um die gesamte Universitätsmedizin verdient gemacht."

"Klinikum braucht einen hauptamtlichen Direktor" / "Richtige Strategieentscheidung: Höchstleistungsmedizin fördern"

Bei einer Pressekonferenz hatte Ministerialdirigent Hans-Jürgen Müller-Arens, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Heidelberg, Meilensteine der Ära Martin genannt: Ob Gründung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, oder die zahlreichen Neubauten wie Medizinische Klinik, Kinderklinik, Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), Otto-Meyerhof-Zentrum, ob überaus gelungene Umsetzung der Fallpauschalen oder die Erfolge der Medizinischen Fakultät im Rahmen der Exzellenzinitiative - Professor Martin habe in seiner Ära als Leitender Ärztlicher Direktor Zeichen gesetzt, sagte Müller- Arens. Gleichzeitig betonte der Aufsichtsratsvorsitzende, wie wichtig es für ein "Unternehmen mit einem Haushaltsvolumen von einer halben Milliarde Euro und mehreren tausend Mitarbeitern" sei, mit Professor Siewert einen hauptamtlichen und erfahrenen Klinikums-Chef gewonnen zu haben.

Als wesentliche Voraussetzung des Erfolges sah Professor Martin rückblickend die konstruktive und geschlossene Zusammenarbeit von Kaufmännischer Direktion, Dekan und Ärztlichem Direktor. Nur so hätte man mutige Schritte, wie die zum Teil durch das Klinikum selbst finanzierten Baumaßnahmen, gehen können. Er dankte auch der Kaufmännischen Direktorin Irmtraut Gürkan: "Mit Ihnen konnten wir die Strategieentscheidung, die Höchstleistungsmedizin am Klinikum zu fördern, erfolgreich umsetzen."

"Wir wollen national und auch international an die Spitze" / "Ein einzigartiger Campus"

Der Nachfolger im Amt, Professor Siewert, brachte seine Entscheidung für Heidelberg auf den Punkt: "Hier können wir uns Visionen leisten." Heidelberg sei ein sehr gut bestelltes Feld, das er weiter modellieren und vorantreiben möchte. "Der Campus hier mit Klinikum, Universität und externen Forschungseinrichtungen ist einzigartig in Deutschland, ich möchte fast sagen in Europa", sagte Professor Siewert. Von der Grundlagenforschung ans Krankenbett - das Potenzial für translationale Forschung sei in Heidelberg herausragend. "Diese Karte müssen wir noch stärker ausspielen und uns nach außen noch selbstbewusster darstellen." Das gemeinsame Ziel stehe fest: "Wir wollen an die Spitze national und auch international, und das werden wir erreichen." Die wirtschaftlichen, strukturellen und personellen Rahmenbedingungen seien dafür gegeben. Jetzt gelte es noch, im Rahmen der anstehenden Novellierung des Hochschulmedizingesetzes mehr unternehmerische Freiheiten zu erreichen. Eine materielle Privatisierung sei jedoch nicht geplant, betonten Professor Siewert und die Kaufmännische Direktorin, Irmtraut Gürkan.

Wichtiges Thema seiner Amtszeit sei außerdem die Bildung von Schwerpunkt-Zentren, in denen Experten aus Klinik und Forschung eng zusammenarbeiten, so wie es beispielsweise im NCT erfolgreich umgesetzt werde. Hier könnten Synergien zwischen verschiedenen Disziplinen geschaffen und Prozesse der Krankenversorgung optimiert werden.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
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