Martin-Luther-Universität baut Netzwerk in Äthiopien auf

12.11.2007 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vom 19. November bis zum 1. Dezember 2007 veranstaltet die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) eine Seminarreihe in Zusammenarbeit mit der Addis Ababa University (AAU). Die Seminare zur pharmazeutischen Technologie richten sich an Alumni der MLU, die im Zuge ihrer Strategie der Internationalisierung ein Netzwerk mit äthiopischen Wissenschaftlern aufbauen will. Die zweiwöchige Seminarreihe trägt den Titel "Pharmazeutische Technologie unter Einbeziehung der Naturstoffe sowie ingenieurwissenschaftlicher Techniken bei der Konfektionierung". Sechs Professoren der MLU aus den Fachgebieten Pharmazeutische Technologie/Biopharmazie, Technische Kristallisation, Medizinische Chemie, Pharmazeutische Anorganische Chemie und Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung werden nach Äthiopien reisen, um mit dortigen Kollegen in einen wissenschaftlichen Diskurs zu treten. Als externe Expertin kommt Gabriele von Fircks, Leiterin der Außenstelle Nairobi des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hinzu. 29 Alumni der Martin-Luther-Universität werden an dem Programm teilnehmen, darunter Professor Tsige Gebre-Mariam, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der AAU.

"Um international bestehen zu können, ist es für Universitäten heute immer wichtiger, Aktivitäten zu forcieren, die das internationale Profil der Einrichtung stärken. Wesentlich dabei ist eine konzentrierte internationale Alumni-Arbeit", erklärt Prof. Dr. Joachim Ulrich, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der MLU. "Der Aufbau eines Netzwerkes mit der Addis Ababa University ist für uns interessant, weil sie als eine exzellente akademische Einrichtung identifiziert worden ist, die in ganz Afrika einen sehr guten Ruf hat. Wir interessieren uns vor allem für Regionen, die ein großes Wachstumspotenzial haben, von anderen Hochschulen in ihren Vernetzungsbemühungen aber oft nicht wahrgenommen werden."

Darüber hinaus verweist Ulrich darauf, dass die Zusammenarbeit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und anderer ostdeutscher Hochschulen mit äthiopischen Wissenschaftlern, gerade auf dem naturwissenschaftlichen Gebiet, eine lange Tradition hat. Hinzu komme die entwicklungspolitische Relevanz, schließlich sei Äthiopien eines der Schwerpunktländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Die Seminarreihe in Addis Ababa firmiert als "Summer School", die ein Modul aus dem Alumni-Förderprogramm des DAAD darstellt. "Summer Schools" haben sich als bewährtes Instrument erwiesen, um eine internationale Vernetzung zu initialisieren. Die MLU kann dabei auf diverse erfolgreiche, mittlerweile langjährige Kooperationen mit Hochschulen z.B. in Japan, Korea, Sudan und der VR China verweisen.

Das mit dieser Seminarreihe anlaufende Alumni-Programm mit Äthiopien wird vom DAAD, der auch schon die anderen Programme unterstützt hat, über einen Zeitraum von drei Jahren mit einer Gesamtsumme von mehr als 85.000 Euro gefördert. Im kommenden Jahr wird ein Expertenseminar mit äthiopischen Wissenschaftlern in Halle stattfinden.

Hinweis für die Medien:
Für eine Nachberichterstattung über das Äthiopien-Projekt der MLU können nach vorheriger Absprache Texte, Fotos und Audio-Beiträge zur Verfügung gestellt werden. Sollten Sie daran interessiert sein, melden Sie sich bitte bei Dagny Daheim (Kontaktdaten s.u.).

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Ulrich
Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Martin-Luther-Universität
Tel.: 0345 55 21450
E-Mail: joachim.ulrich@rektorat.uni-halle.de

Dagny Daheim
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Alumni-Projekt
Tel.: 0345 9196554 oder 0176 24896761
E-Mail: dagny.daheim@verwaltung.uni-halle.de
Weitere Informationen: http://www.prorektoratfw.uni-halle.de/alumni/