Wie die Kunst zum Sport kam - Kulturwissenschaftliche Ansichten vom Sport

03.06.2008 - (idw) Universität Stuttgart

Ein "Spiel" aus Anlass der Fußball-EM und Tour de France Sport und vor allem Fußball, aber auch Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder die Tour de France, faszinieren die Massen. Alle diese sportlichen Ereignisse sind im sozialen und politischen Geschehen eher randständig. Dennoch haben immer wieder Kulturschaffende und Wissenschaftler dieses Phänomen interpretiert und dabei nach mehr gesucht als dem bloßen Streben nach Sieg oder dem Betrauern der Niederlage. Aus Anlass der Fußball-Europameisterschaften 2008 und der ebenfalls im Frühsommer sich alljährlich wiederholenden, gerne auch als "Tour der Leiden" bezeichneten Tour de France macht das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart am Montag, den 9. Juni die kulturwissenschaftliche Rexflexion dieses Phänomens zum Gegenstand eines "intellektuellen Spiels". Die Akteure spielen alle in den oberen Ligen ihres Faches und lassen spannende Einblicke in das Sportgeschehen erwarten, die im wirklichen Geschehen, "auf dem Platz", erst entdeckt und herausgearbeitet sein wollen.

Vom historischen Fußballfan bis zur Fußballsprache
Die ganztägige Veranstaltung im Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft der Uni Stuttgart startet um 9.30 Uhr nach dem Anstoß durch Institutschef und Organisator Wolfgang Schlicht mit einer "Historischen Anthropologie des Fußballfans" von Horst Bredekamp (Berlin). Reinhard Krüger (Uni Stuttgart) behandelt die Frage, wie Künstler in Frankreich, Italien und Brasilien zum Sport kamen und Dietrich Scholler (Bochum) "Die Geburt des Sportjournalismus aus dem Geist der Tour de France". "Von der ´Fußlümmelei´ zur Fußballkunst oder wie das Fußballspiel zur Kunst kam" hat Karin Rase (Berlin) ihren Beitrag nach der Halbzeitpause überschrieben. Gunter Gebauer (Berlin) betrachtet Fußball als Körperpoetik; nach einer kurzen Auszeit schildert Wolfram Pyta (Uni Stuttgart) den Beitrag des Fußballs zur Stiftung kollektiver Identität und Franz Simmer (Berlin) beschreibt die Fußballsprache. Spielleiter Reinhard Krüger beendet das Spiel gegen 17.15 Uhr mit dem Schlusspfiff.

Zeit: 9. Juni 2008, 9.30 Uhr bis ca. 17.15 Uhr
Austragungsort: Campus Vaihingen, Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft, Allmandring 28, Seminarraum 1 (S1)

Die interessierte Öffentlichkeit und Vertreter der Medien sind zu dem Spiel herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten unter http://www.sport.uni-stuttgart.de.

Weitere Informationen bei Rolf Kretschmann unter Tel. 0711/685-63152
e-mail: rolf.kretschmann@sport.uni-stuttgart.de