Studienplätze hoch begehrt

23.07.2008 - (idw) Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

Am 15. Juli endete die Bewerbungsfrist auf Studienplätze an den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg mit einer erneuten deutlichen Steigerung der Bewerberzahlen an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Mit 225 Bewerbungen auf die 92 zur Verfügung stehenden Studienplätze legte der Studiengang Forstwirtschaft gegenüber dem Vorjahr um rund 6 % zu und schaffte damit nach den leichten Rückgängen der vergangenen drei Jahre die Trendwende. Den vielen Bewerberinnen und Bewerbern kommt sicherlich entgegen, dass die HFR im Rahmen des Landesentwicklungsprogrammes "Hochschule 2012" im letzten Jahr die Erstsemesterstudienplätze in der Forstwirtschaft von 80 auf 92 erhöht hat. So kommen nicht drei, sondern "nur" 2,5 Bewerber auf einen freien Studienplatz.

Im vergangenen Jahr hatte die HFR zwischen der Einrichtungsgenehmigung für den neuen Bachelorstudiengang BioEnergie und dessen Start im Oktober 2007 nur wenige Wochen Zeit, den Studiengang bekannt zu machen und in geeigneter Weise zu bewerben. Dennoch sind bereits 2007 für die 35 Erstsemesterstudienplätze dieses Studienganges knapp über 100 Bewerbungen eingegangen. Inzwischen sind alle neu geschaffenen Professuren, die im Zusammenhang mit der BioEnergie stehen, besetzt, der Studienbetrieb läuft bereits seit einem Jahr und auch die öffentliche Wahrnehmung für das zusätzliche Standbein der Hochschule konnte deutlich gesteigert werden. Dass nun aber 127 Bewerbungen auf die zur Verfügung stehenden 35 Erstsemesterstudienplätze eingegangen sind und der Studiengang somit mit dem Faktor 3,6 "überzeichnet" ist, übertrifft alle Erwartungen.

"Wir haben uns gegenüber dem Land verpflichtet, im Rahmen des Programms "Hochschule 2012" 12 zusätzliche Studienplätze in der Forstwirtschaft und 35 Studienplätze im neu geschaffenen Studiengang BioEnergie anzubieten", erklärt Rektor Bastian Kaiser, "Die äußerst erfreuliche Bewerberzahl auf unsere beiden Bachelorstudiengänge zeigt, dass die HFR damit jungen Leuten ein attraktives und zeitgemäßes Angebot für hochinteressante Berufsfelder macht. Sicherlich trug zu diesem Erfolg auch bei, dass wir als eine der kleinsten staatlichen Hochschulen bundesweit den renommierten Exzellenzwettbewerb des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft gewinnen konnten." Von diesem Erfolg dürften mittelbar auch die Studiengänge der Hochschule profitieren, die sie in Kooperation mit anderen Hochschulen anbietet. Dies gilt insbesondere für den von ihr koordinierten Masterstudiengang SENCE (Sustainable Energy Competence), dessen Forschungsorientierung mit dem Bauen und der Einrichtung des neuen Zentrallabors der Hochschule eine zusätzliche wichtige Grundlage erhalten wird.

Vor dem Hintergrund ihrer Erfolge und der ausgezeichneten Nachfrage nach den von der Hochschule angebotenen Studiengängen hofft die HFR nun, auch in der 2. Tranche des Entwicklungsprogrammes Hochschule 2012 mit ihrem Vorschlag zur Einrichtung eines neuen Bachelorstudiengangs "Ressourcenmanagement Wasser" zum Zuge zu kommen.

"Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, auch in sehr kurzen Zeiträumen qualitativ hochwertige Studienangebote zu entwickeln und einzuführen. Dies ist eine der Stärken unserer Hochschule", betont Prorektor Matthias Scheuber.

Mit über 350 Bewerbungen auf die Bachelorstudiengänge sowie zusätzlichen rund 50 Bewerbungen auf ihre Kooperationsstudiengänge versuchen in diesem Jahr so viele Bewerberinnen und Bewerber wie noch nie zuvor, an dieser kleinen, aber feinen Hochschule studieren zu dürfen. Mit einer Wachstumsrate der Bewerberzahlen von 12 % liegt die HFR deutlich im zweistelligen Bereich.
Weitere Informationen: http://www.hs-rottenburg.de