Bestens vorbereitet auf die Paralympics: RUB ist seit 1985 lizensiertes Untersuchungszentrum

17.09.2008 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Nr. 284

Medizinischer Check für behinderte Sportler

Dass die deutschen Sportler bei den heute zu Ende gehenden Paralympics erfolgreich abgeschnitten haben, liegt nicht nur am guten Training, sondern auch an einer intensiven medizinischen Vorbereitung. Beispiel Tischtennis: Der in Peking zum Olympiasieger gekürte Jochen Wollmert (Jahrgang 1964, körperbehindert an Armen und Beinen) kommt seit über zehn Jahren regelmäßig an die Ruhr-Universität Bochum, um sich hier gründlich durchchecken zu lassen. Die sportmedizinische Abteilung der RUB ist bereits seit 1985 ein lizensiertes Untersuchungszentrum des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Die Tests auf Leistungstauglichkeit sind einmal im Jahr Pflicht für behinderte Leistungssportler. Zweistündiger Check

Fünf Athletinnen und Athleten des deutschen Kaders haben Bochumer Sportmediziner vor den Paralympics untersucht, darunter die Fahnenträgerin Conny Dietz (Jahrgang 1962, blind, Goalball). Der rund zweistündige Check besteht - je nach Behinderung getrennt - aus Labor- und körperlichen Untersuchungen, Hör- und Sehtest, Lungenfunktionstest sowie Belastungsuntersuchungen auf dem Laufband, Drehkurbel- oder Fahrradergometer. Die Sportler erhalten einen schriftlichen Befund der Ergebnisse und eine ausführliche Beratung. Ziel ist, die behinderten Sportlerinnen und Sportler kontinuierlich und optimal zu betreuen.

Weitere Informationen

Dr. med. Kurt Zimmer, Sportärztlicher Dienst, Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung, Tel. 0234/32-28308, E-Mail: kurt.zimmer@rub.de, Internet: http://sposerver.sportdekanat.ruhr-uni-bochum.de/spomed/