Verleihung der Ehrensenatorenwürde an Michael Endres

15.10.2008 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Am heutigen 15. Oktober wird im Rahmen der Akademischen Feier des Dies Universitatis 2008 Dr. Michael Endres, Vorsitzender des Vorstandes der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die Ehrensenatorenwürde der EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN verliehen. Die Laudatio wird Prof. Dr. Johannes Dichgans, Emeritus und langjähriger Direktor der Neurologischen Universitätsklinik und des Zentrums für Neurologie, halten.
Dr. Michael Endres wird geehrt, wie es in der Verleihungsurkunde heißt, als "engagierter Förderer von Wissenschaft und Forschung, der sich mit seinem Interesse nicht nur für drängende wissenschaftliche Probleme, sondern auch für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie in zahlreichen Bereichen eingesetzt hat, der sich als Gründer der Hertie School of Governance nachhaltig für die Förderung sozialwissenschaftlicher Lehre und Forschung verwendet hat, der die Gemeinnützige Hertie-Stiftung zur wichtigsten privaten Einrichtung der Wissenschaftsförderung geführt hat, der sich im Rahmen der Etablierung des Hertie-Instituts für Klinische Hirnforschung an der Universität Tübingen außerordentliche Verdienste für die Weiterentwicklung der Neurowissenschaften erworben hat".
Dr. Michael Endres (Jahrgang 1937) studierte Rechte und Betriebswirtschaftslehre in München, Paris und Berlin. Nach der Promotion 1966 war er in der Rechtsabteilung der Wacker-Chemie beschäftigt. 1968 wechselte er zur Deutschen Bank. 1988 wurde er in den Vorstand berufen, in dem er u. a. für Gewerbliche Immobilien, IT/Operations und Recht zuständig war. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1999 wurde er Vorsitzender des Vorstandes der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.
Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main arbeitet auf den Feldern Neurowissenschaften, europäische Integration und Erziehung zur Demokratie. Seit dem Jahr 2000 hat sie rund 210 Millionen Euro in 250 Projekte investiert. Die Hertie-Stiftung ist der größte private Förderer der Hirnforschung in Deutschland. Mit dem Hertie-Institut für klini-sche Hirnforschung an der Universität Tübingen, der Hertie School of Governance in Berlin sowie der berufundfamilie gGmbH und der Start-Stiftung gGmbH in Frankfurt am Main hat sie einige wichtige Projekte in eine eigene Rechtsperson überführt.
Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung an der Universität Tübingen wurde mit Fördermitteln der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung etabliert und erlaubt durch eine enge Verflechtung mit der Neurologischen Klinik und dem Zentrum für Neurologie eine optimierte Abstimmung zwischen Grundlagenforschung und medizinischer Anwendung. Es ist ein international führendes Institut zur Erforschung neurologischer Erkrankungen und einer der wichtigsten Forschungsschwerpunkte der Universität Tübingen.