Werner und Inge Grüter-Preis für gelungene Wissenschaftsvermittlung geht in diesem Jahr an junge Nachwuchswissenschaftle

27.10.2008 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Der mit ¤ 10.000,00 dotierte jährlich ausgeschriebene Preis für Wissenschaftsvermittlung wird in diesem Jahr geteilt und an die Nachwuchswissenschaftler Dr. Christian Wild und Philipe Havlic verliehen. Dr. Christian Wild ist 33 Jahre alt und derzeit Nachwuchsgruppenleiter (COral Reef Ecology work group, CORE) am GeoBioCenter an der Ludwig-Maximilian-Universität München (www.palmuc.de/core). Er wird von der Grüter-Stiftung geehrt für seinen umfassenden Einsatz bei der Vermittlung hochaktueller Forschungsergebnisse für die breite Öffentlichkeit, für Multiplikatoren und für Entscheidungsträger. Besonders hervorzuheben sind seine Aktivitäten zum Erhalt und zur nachhaltigen Nutzung der Korallenriffe, die er mit allen verfügbaren Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit sehr erfolgreich betreibt. Zahlreiche TV- und Rundfunkbeiträge sowie Zeitungsartikel zeugen von seinem beeindruckenden Engagement.

Der 29-jährige Diplomgeologe Philipe Havlic, zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München, wird für seinen überzeugenden und erfolgreichen Einsatz zur Vermittlung paläontologischen Wissens seit seiner frühen Jugend geehrt. Schon als Schüler veranstaltete Herr Havlic Fossilienausstellungen in seiner damaligen Heimat Südtirol. Aufsehen erregte er mit der Entdeckung des Fischsaurierfriedhofs Eislingen während seiner Studienzeit in Tübingen, an dessen Erschließung er dann maßgeblich beteiligt war. Auch leitete er fachwissenschaftlich und organisatorisch die daraus entwickelte Ausstellung der Universität Tübingen in Kooperation mit der Kreisarchäologie Göppingen und der Stadt Eislingen.
Mit dem Preis werden jedes Jahr hervorragende Arbeiten auf naturwissenschaftlichen Gebieten ausgezeichnet, die das Ziel haben, wissenschaftliche Ergebnisse über die Grenzen der jeweiligen Disziplinen hinaus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Bevorzugt gefördert werden dabei die Fachrichtungen biologische Evolution, Paläontologie, Meeresbiologie, Botanik und Kosmologie.

Im Rahmen der öffentlichen Preisübergabe am 29. Oktober 2008, um 18:30 Uhr, im Großen Hörsaal des Botanischen Instituts am Botanischen Garten München-Nymphenburg, werden die Preisträger folgende Kurzvorträge halten:
Dr. Christian Wild: "Korallen als Riffingenieure in einer Zeit globaler Veränderung".
Philipe Havlic: "Viel Wirbel im Jurameer"

Nach der Begrüßung durch den Direktor des Geo-Bio-Centers an der Ludwig-Maximilians-Universität, Herrn Prof. Dr. Jürke Grau, und dem Beitrag von Herrn Prof. Dr. Werner Grüter zum Thema "Aufklärung im Informationszeitalter?", halten Herr Prof. Dr. Alexander Altenbach, Sprecher des Geo-Bio-Centers an der Ludwig-Maximilian-Universität München, die Laudatio auf Dr. Christian Wild und Frau PD Dr. Madelaine Böhme, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, die Laudatio auf Philipe Havlic.
Anschließend werden die Preise übergeben.

Fotos und ein Bericht über die Preisverleihung können nach der Veranstaltung bei der Stiftung angefordert werden und finden sich im Internet unter www.maecenata.eu /Actuelles.

Pressekontakt:
Veronika Hofmann
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Bisherige Preisträger seit 1996: Matthias Glaubrecht, Peter Wellnhofer, Volker Sommer, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Deutsche Koordinierungsgruppe zum Internationalen Jahr des Riffs (Vorsitz: Reinhold Leinfelder), Friedemann Schrenk, Klaus Mattheck, Uwe George, Bernhard Kegel, Harald Lesch, Redaktionsteam der Wissenschaftsreihe "Quarks & Co." des WDR-Fernsehens (Ranga Yogeshwar, Monika Grebe, Thomas Hallet, Claudia Heiss, Daniele Jörg, Ingo Knopf), Günter Bräuer, Josef Reichholf, Patrick Illinger, Christian Wild, Philipe Havlik
Weitere Informationen: http://www.maecenata.eu